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Ottmar Hitzfeld trainierte bei der WM 2014 die Schweizer Nationalmannschaft © Getty Images

Der ehemalige Dortmunder und Münchner Meistermacher Ottmar Hitzfeld ist für seine herausragenden Leistungen als Trainer und seine Verdienste um den Fußball vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem Ehrenpreis "Lebenswerk" ausgezeichnet worden.

Der 67-Jährige erhielt die Auszeichnung im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 62. Fußballlehrer-Lehrgangs in Frankfurt/Main von DFB-Interimspräsident Rainer Koch, der Hitzfeld als "große Persönlichkeit" lobte.

"Es macht mich unendlich stolz, dass ich mich in diese Liste einreihen kann", sagte Hitzfeld: "So etwas Großes zu schaffen, hätte ich mir früher nicht träumen lassen. Diese Auszeichnung ist wirklich etwas Besonderes, ich freue mich sehr darüber. Für mich ist die Ehrung auch eine Zäsur. Wenn man einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhält, dann ist noch greifbarer, dass die Karriere wirklich zu Ende, dass der Job endgültig abgeschlossen ist."

Hitzfeld hatte seine Trainerkarriere nach der WM 2014 in Brasilien beendet, bei der er mit der Schweiz das Achtelfinale erreicht hatte. Hitzfeld, der den BVB (1997) und den FC Bayern (2001) zum Gewinn der Champions League geführt hatte, ist nach Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel und Jupp Heynckes der sechste Trainer, der mit der Trophäe für sein Lebenswerk geehrt wird.

"Ottmar Hitzfeld hat auf all seinen Stationen einzigartige Erfolge feiern können und somit den deutschen Fußball entscheidend mitgeprägt. Mit zwei deutschen Mannschaften die Champions League zu gewinnen, gelang keinem anderen Trainer. Neben seinen fachlichen Qualitäten zeichnen ihn eine hohe Seriosität, Professionalität, Fairplay und Sportsgeist aus. Ottmar Hitzfeld ist eine große Persönlichkeit und für viele ein Vorbild", sagte Koch.

Markus Kauczinski vom Zweitligisten Karlsruher SC wurde derweil mit dem Trainerpreis des deutschen Fußballs 2015 ausgezeichnet worden. Die Jury unter dem Vorsitz der DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball würdigte die Leistungen des 46-Jährigen in der Nachwuchsarbeit.

"Diese Auszeichnung ist etwas ganz Besonderes", sagte Kauczinski, der am Saisonende den KSC verlassen wird und in der vergangenen Spielzeit mit seinem Team erst in der Relegation am Bundesliga-Dino Hamburger SV gescheitert war: "Die Nachwuchsarbeit steht selten im Fokus. Aber hier wird die Basis gelegt für die Bundesliga- und Nationalspieler von morgen. Ich freue mich über die Anerkennung dieser Arbeit und nehme den Preis stellvertretend für die gesamte Jugendabteilung des KSC an."

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