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Reinhard Grindel wurde zum 12. Präsidenten des DFB gewählt
Reinhard Grindel will auch als Präsident des DFB an der Bewerbung für die EM 2024 festhalten © Getty Images

Die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024 bleibt auch mit dem neuen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel (54) das übergeordnete Ziel des DFB. "Wir werden geschlossen – Liga und Amateurverbände – unser Leuchtturmprojekt weiter mit großer Energie verfolgen, die EURO 2024 nach Deutschland zu holen", sagte Grindel während seiner Wahl-Rede beim DFB-Bundestag in Frankfurt. Vergeben wird das Turnier durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) nicht vor 2017.

"Die tiefgreifende und nachhaltige Aufklärung der Affäre rund um das Organisationskomitee der WM 2006 war und ist die notwendige Voraussetzung, um sich mit neuer Integrität für dieses Turnier bei der UEFA bewerben zu können", sagte Grindel: "Denn organisatorisch haben wir alles, was man braucht: Wir haben die Stadien, wir haben die Infrastruktur, wir brauchen keinen Hektar neu zu versiegeln und wir brauchen nicht das große Geld, um die EURO 2024 zu stemmen."

Zuletzt hatten auch die skandinavischen Ländern ihre Interesse bekundet, ein weiter Kandidat könnte die Türkei sein. Vor der Affäre um die WM 2006 im vergangenen Jahr, unter der das Ansehen des DFB international gelitten hat, schien die deutsche EM in acht Jahren beschlossene Sache zu sein.

In einer Art Deal hatte der DFB zugunsten der kompletten EURO 2024 auf die Bewerbung für die Finalrunde des paneuropäischen Turniers 2020 verzichtet, die nun in England stattfindet.

"Wir brauchen nur, lieber Theodore Theodoridis, das Vertrauen unserer Freunde in der UEFA, in die Organisationsfähigkeit des DFB und in die Begeisterungsfähigkeit der Menschen in unserem Land", sagte Grindel in Richtung des im Frankfurter Kongresscenter anwesenden Interims-Generalsekretärs der UEFA.

"Wir wollen die EURO 2024 – nimm, lieber Theodore, diese Botschaft mit nach Nyon und ich bin sicher: wir werden Euch nicht enttäuschen!"

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