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Sepp Blatter stellte jüngst in Zürich seine Biographie vor. © Getty Images

Der ehemalige FIFA-Präsident verrät, dass er vor allem in Deutschland zahlreiche Anhänger habe. Zugleich schöpft er weiter Hoffnung auf einen würdevollen Abgang.

Seit seinem Aus als FIFA-Präsident gilt Josef Blatter als persona non grata.

Gerade aus Deutschland war die Kritik am Schweizer, der derzeit mit einem Berufungsverfahren vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS gegen seine sechsjährige Sperre ankämpft, groß.

Erst kürzlich schoss Blatter seinerseits gegen den Deutschen Fußball-Bund und kritisierte den Umgang mit dem Skandal um die Vergabe der WM 2006.

"Wenn der größte Sportverband der Welt nicht imstande ist, seine eigenen Probleme intern zu lösen, dann stimmt doch etwas nicht mehr", sagte Blatter bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Basel.

Dabei hat Blatter durchaus auch positive Verbindungen nach Deutschland, wie er nun verriet: "Meine größte Fan-Gemeinde kommt aus Deutschland. Da kriege ich noch regelmäßig Fanpost, die ich auch gerne beantworte", sagte der 80-Jährige der Bild.

Und auch zum neuen Präsidenten Reinhard Grindel findet Blatter warme Worte: "Als Herr Grindel vor drei Jahren Schatzmeister geworden ist, hat er bei der FIFA ganz höflich angefragt, ob er mich mal besuchen könne. Dann hat er sich bei mir vorgestellt. Das war eine nette Zusammenkunft."

Dass der 54-Jährige allerdings eines Tages ein derart hohes Amt bekleiden würde, kommt für den Schweizer überraschend: "Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass er einmal DFB-Präsident wird."

Trotz der derzeit verfahrenen Situation, hat der 80-Jährige zudem weiter die Hoffnung, auch bei der FIFA einen würdevollen Abgang zu bekommen: "Die FIFA lässt mich nicht im Regen stehen. Das Verhältnis FIFA/Blatter ist seit der Amtsübernahme von Gianni Infantino besser geworden", so Blatter.

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