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Werder Bremen v VfB Stuttgart - Bundesliga
Die Spieler von Werder Bremen ließen sich von den Fans feiern © Getty Images

Bremen - Werder Bremen deklassiert den VfB Stuttgart im Bundesliga-Abstiegskracher und springt auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Fans haben in hohem Maße dazu beigetragen.

"Oh, wie ist das schön!" Immer wieder erklang die legendäre Feierhymne während der 90 Minuten im Bremer Weserstadion.

Für Werder war es ein goldener Abend, ein Fußballfest wie in längst vergangenen Tagen, als die Grün-Weißen noch um die Meisterschaft mitspielten.

Die Bremer rangen den VfB Stuttgart nicht einfach nur nieder, sondern zerlegten ihn in seine Einzelteile. 6:2 hieß es am Ende einer fantastischen Leistung, die Erinnerungen an goldene Bremer Zeiten weckte.

Erinnerungen an Meisterschaft 2004

"Ich hatte heute eine Gänsehaut. Das hat mich an die Meisterschaft 2004 erinnert", sagte ein sichtlich aufgewühlter Viktor Skripnik bei Sky. "Wir bedanken uns bei der tollen Kulisse."

Und in der Tat - die Fans hatten einen großen Anteil am glorreichen Sieg. Bereits vor Beginn der Partie zeigten sie ihre eiserne Unterstützung und geleiteten den Mannschaftsbus unter frenetischem Jubel bis zum Stadion.

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Und auch während des Spiels erschollen inbrünstige Gesänge durch das weite Rund. Werders Anhänger peitschten ihre Mannschaft mit aller Macht nach vorne.

"Man hat gemerkt, dass die ganze Stadt hinter uns stand. Ich bin jetzt zehn Jahre hier und kann sagen, dass ich so was noch nie erlebt habe", empfand Kapitän Clemens Fritz bei SPORT1 die Stimmung als einmalig.

"Großes Kompliment"

"Im Stadion war eine grandiose Stimmung", sagte Sportdirektor Thomas Eichin. "Großes Kompliment an unsere Fans! Die stehen hinter uns und geben unserer Mannschaft eine unglaubliche Sicherheit. Das ist etwas, was diesen Verein schon seit Jahren auszeichnet: Auch wenn´s brennt, stehen die Fans da."

Zugleich fielen jedoch auch mahnende Worte, dass es noch nicht vorbei sei. "Wir haben jetzt noch zwei starke Gegner vor der Brust und müssen weiter liefern", sagte Skripnik im Hinblick auf den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt. (SERVICE: Der SPORT1-Tabellenrechner)

Entscheidendes Duell

Namentlich im Duell mit dem letztgenannten Gegner könnte sich das Schicksal von Werder Bremen entscheiden - und das ausgerechnet am letzten Spieltag. Gegenwärtig rangieren die Grün-Weißen auf Platz 15, einen Punkt vor der Eintracht, die allerdings - sofern es bei der Punktelage bleibt - durch einen Sieg vorbeiziehen könnte.

Es ist also noch alles offen. Besagtes Duell mit Eintracht Frankfurt findet dann jedoch dann wieder im Weserstadion statt. Und dass die Fans erneut in Scharen erscheinen werden, um die Mannschaft nach vorne zu treiben, ist unzweifelhaft.

"Bei einer solchen Kulisse wie heute muss man immer auch etwas zurückgeben", sagte Skripnik.

Das mag fast wie eine Drohung klingen - besonders für die Eintracht.

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