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Ex-FIFA-Funktionär Costas Takkas wird an die USA ausgeliefert
Die FIFA verliert nach dem Korruptionsskandal weiter an Zuspruch © Getty Images

Offenbar als Konsequenz aus dem FIFA-Korruptionsskandal hat die international renommierte Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft ihr Mandat für den Fußball-Weltverband niedergelegt.

Die FIFA bestätigte die Kündigung am Montag und begrüßte die Trennung nach über zehnjähriger Kooperation als "Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit einer neuen Prüfungsfirma". Die Vergabe des Auftrags soll demnach "bald" durch das FIFA-Council unter Vorbehalt der Zustimmung durch den Kongress 2017 erfolgen.

Die Rolle der KPMG bei der FIFA war vor gut zwei Wochen aufgrund der Enthüllungen von jahrelangen Zahlungen an die frühere FIFA-Führung um Ex-Präsident Joseph S. Blatter (Schweizer) erneut in ein diffuses Licht geraten.

Obwohl Blatter und Co. sich innerhalb von fünf Jahren mit sonderbaren Begründungen gegenseitig Boni und Prämien von umgerechnet über 70 Millionen Euro zugeschanzt hatten, war die zweifelhafte Praxis seitens der Buchprüfer offenkundig zu keiner Zeit beanstandet worden.

Auch im Zuge der bereits seit dem Vorjahr laufenden Ermittlungen der US-Justiz und der Schweizer Bundesanwaltschaft gegen ehemalige Funktionäre der FIFA war bereits unklar, aus welchen Gründen die FIFA-Prüfer nicht zumindest genauer nachgefragt hatten.

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