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Reinhard Grindel ist von den angeblich erschlichenen Millionensummen entsetzt © Getty Images

Reinhard Grindel ist von den Unsummen, die sich Joseph Blatter als FIFA-Chef erschlichen haben sollen, entsetzt und fordert den Fußball-Weltverband zur Tat auf.

DFB-Präsident Reinhard Grindel (54) hat die schweren Selbstbereicherungsvorwürfe gegen das frühere FIFA-Führungstrio um Joseph S. Blatter (80) bestürzt zur Kenntnis genommen.

"Ich bin entsetzt über die Summen, die da geflossen und für jeden Fußballfan unvorstellbar sind", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im ZDF: "Ich erwarte von der FIFA, dass sie alles unternimmt, um diese Gelder zurückzuholen."

Blatter, der frühere Generalsekretär Jérôme Valcke (55) und dessen inzwischen ebenfalls entlassener Stellvertreter Markus Kattner (45) hatten sich laut der internen Untersuchungen des Weltverbands über Jahre hinweg über 71 Millionen Euro zugeschanzt.

Es geht um "jährliche Gehaltserhöhungen, WM-Bonuszahlungen und andere Belohnungen", teilte Bill Burck, Partner bei der Anwaltskanzlei Quinn Emanuel, mit.

Dem neuen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino (46) rät Grindel, beim Gehalt künftig "Maß" zu halten. "Diese Maßlosigkeit darf nicht mehr vorkommen", sagte der DFB-Chef. Infantino hatte zuletzt angeblich ein jährliches Zwei-Millionen-Euro-Gehalt als Beleidigung bezeichnet.

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