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Mario Götze (l., mit Gonzalo Castro) hat auch bei Borussia Dortmund harte Konkurrenz BVB
Mario Götze (l., mit Gonzalo Castro) trifft auch bei Borussia Dortmund auf harte Konkurrenz © Imago

München - Mario Götze trifft auch bei Borussia Dortmund auf harte Konkurrenz. Auf seiner favorisierten Position ist womöglich kein Platz - aber es gibt Alternativen.

Nach zwei Monaten Poker ist sie also endlich geklärt: die große Frage, ob es klappt mit der Rückkehr von Mario Götze.

Spannend bleibt die Personalie aber auch nach der Verkündung, dass der Transfer vom FC Bayern München zu Borussia Dortmund perfekt ist.

Die große Frage Nummer zwei - die ob Götze auch wieder glücklich wird in der alten Heimat - ist schließlich noch offen.

Es wird in entscheidendem Maße davon abhängen, wie der BVB die große Frage Nummer drei beantwortet: die Frage, wie sich der Rückkehrer eigentlich einfügt in das System von Trainer Thomas Tuchel.

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Beim FC Bayern kein Platz für Zehner Götze

Beim FC Bayern hat er sich bekanntlich nie so richtig in das System eingefügt. Götze fühlt sich erklärtermaßen als klassischer Spielmacher, als Zehner, am wohlsten.

Bei Bayern gab es diese Rolle in den vergangenen Jahren nicht zu vergeben. Der Rekordmeister ist vorne geprägt von kreativen Außenspielern, von Ribery und Robben, von Costa und Coman.

Götze hat sich bei Bayern nicht als geeigneter Erbe für die Außen-Position erwiesen, obwohl er in der BVB-Jugend einst dort startete. Auch in anderen Mannschaftsteilen konnte sich Götze gegen die starke Konkurrenz nicht dauerhaft durchsetzen.

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BVB-Offensive ist prall besetzt

Dieser Teil des Problems ist nicht behoben, wenn er nun nach Dortmund geht. So schlecht ist die Konkurrenz dort nämlich auch nicht.

Zwar ist Henrikh Mkhitaryan zu Manchester United gewechselt, der Mann, der Mario Götze vor drei Jahren ersetzte. Aber Mkhitaryan weg, Götze da, Platz frei: So einfach ist die Rechnung nicht.

Dortmunds Offensive ist prall und hochwertig besetzt. Marco Reus, Shinji Kagawa, die Neuzugänge Ousmane Dembele und Emre Mor, aller Voraussicht nach noch Andre Schürrle. Das ist ein Ensemble, in dem Götze erst einmal seinen Platz finden muss.

Und weil der Großteil der Genannten seine Stärken auf dem Flügel hat, kann es die taktische Gewichtung beim BVB in eine ähnliche Richtung verschieben wie bei Bayern. Ein Zehner wird da womöglich auch gar nicht mehr gebraucht.

Erbe für Gündogan statt Mkhitaryan?

Was ist die Alternative für Götze? Als falsche Neun steht ihm Pierre-Emerick Aubameyang im Weg, wie Robert Lewandowski bei Bayern.

Eine andere Idee bringt die Sport Bild in die Diskussion: Götze könnte anstelle von Mkhitaryan Ilkay Gündogan beerben, als wuchtiger, technisch und spielerisch kompetenter Achter.

Ein charmanter Plan, der aber ebenfalls Haken hat. In der defensiveren Zentrale buhlen ja auch Durchstarter Julian Weigl, Nuri Sahin, Allrounder Gonzalo Castro und Neuzugang Sebastian Rode um die Plätze.

Mario Götze wird nicht darum herumkommen, um seinen zu kämpfen.

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