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EM-Teilnehmer Axel Witsel wird Opfer einer Transferposse. Erst sträubt sich der Trainer, dann wird die Zeit zu knapp. Der Spieler reist umsonst zu seinem neuen Klub.

Kein Deadline Day ohne Transferpanne. 

Am schlimmsten erwischt hat es in der abgelaufenen Wechselperiode wohl Axel Witsel. 

Der Belgier von Zenit St. Petersburg war auf dem Sprung zu Juventus Turin, doch der Deal scheiterte in letzter Sekunde. 

Erwartungsfroh war der Mittelfeldspieler am Mittwoch in den Flieger gestiegen. Beide Klubs hatten sich bereits auf eine Ablösesumme verständigt. Sie sollte bei 18 Millionen Euro liegen. 

Allein Zenit-Coach Mircea Lucescu funkte noch dazwischen. Für die Zustimmung des Wechsels machte der Rumäne zur Bedingung, dass St. Petersburg zunächst einen Nachfolger für Witsel verpflichtet.

Das Go vom Trainer kommt zu spät

Eine Aufgabe, die die Zenit-Bosse offenbar überforderte. Den ganzen Tag über grasten sie den Markt nach einem geeigneten Kandidaten ab - erfolglos. Währenddessen hockte Witsel in einem Turiner Hotel und wartete auf die Zustimmung.

Gegen Abend, Zenit hatte noch immer keinen Neuzugang gefunden, wurde den Machern die Sache zu heiß. Der Lockruf von 18 Millionen war dann offenbar doch zu groß, um sich den Transfer durch die Lappen gehen zu lassen. 

Man beschloss, Witsel abzugeben - auch ohne Ersatzmann. Das Problem: Es war inzwischen später Abend geworden.

Die Zeit war soweit fortgeschritten, dass sie nicht mehr ausreichte, um alle Formalitäten abzuwickeln.

Juve-Deal geplatzt - Witsel muss zurück

Witsel verharrte in seinem Hotelzimmer und erhielt tatsächlich einen Anruf. Nur war der Inhalt nicht der, den er erwartete: Zeit zu knapp, Deal gescheitert. 

Witsel durfte wieder abreisen - ohne neuen Verein.

Seine Transfer-Posse erinnert stark an den geplatzten Deal von David de Gea von Manchester United im vergangenen Jahr. Bei dem Spanier hatte im entscheidenden Moment das Fax nicht mitgespielt.

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