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Cristiano Ronaldo gewann zuletzt 2014 die Wahl zu Europas bestem Fußballer © Getty Images

Ronaldo gegen Griezmann und Bale - bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres könnte höchstens der Sympathiebonus den zweiten Triumph des Portugiesen verhindern.

Cristiano Ronaldos Handwerker stehen schon bereit.

Im "Museu CR7" auf der Ferieninsel Madeira, in der Pilgerstätte der weltweit Millionen Ronaldo-Fans, ist jede bedeutende Auszeichnung des portugiesischen Europameisters in einem eigenen, perfekt ausgeleuchteten Glaskasten ausgestellt.

Daran, dass am Donnerstagabend (ab 17.45 Uhr im LIVETICKER) die nächste, silberglänzende Trophäe hinzukommt, besteht kaum ein Zweifel.

Fakten sprechen für Ronaldo

Bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres konkurriert der 31 Jahre alte Superstar von Real Madrid mit seinem Teamkollegen Gareth Bale (27/Wales) und dem französischen Vize-Europameister Antoine Griezmann (25), Torjäger von Atletico Madrid. Eigentlich alles spricht für Ronaldo, der die Auszeichnung bereits 2014 gewonnen hatte.

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"Kleine Erinnerung...", schrieb Ronaldo am 5. August, dem Tag der Nominierung durch die UEFA, bei Facebook über ein Foto der EURO-Siegesfeier im Stade de France. Der bedeutendste Titel des Jahres dürfte bei der Wahl im Grimaldi Forum des Fürstentums ausschlaggebend sein. Griezmann schlich damals als trauriger Verlierer vom Platz, Bale saß schon längst vor dem Fernseher.

Sympathiebonus für Bale und Griezmann?

Für die beiden Außenseiter spricht höchstens der Sympathiebonus. Griezmann, der Ronaldo und Bale auch im Champions-League-Finale unterlag, ist in Frankreich der Liebling der Nation. Sowohl die Equipe tricolore als auch sein spanischer Klub wären in der vergangenen Saison ohne den 1,76 m großen Stürmer kaum so weit gekommen. Bale brachte das Kunststück fertig, das hoffnungslos unterlegene Wales ins EM-Halbfinale zu führen. Die Feier-Bilder mit Töchterchen Alba Violet gingen um die Welt.

Am Ende werden für die 55 Medienvertreter aus allen UEFA-Mitgliedsverbänden aber die Fakten zählen. Ronaldo, bald Namensgeber des Flughafens in seiner Heimstadt Funchal, kam in den UEFA-Wettbewerben der Saison 2015/16 auf 62 Tore - er traf fast so oft wie die beiden anderen zusammen (Bale 29, Griezmann 38).

Der Portugiese führte sein Heimatland ins EM-Endspiel, in dem er tränenreich verletzt vom Platz getragen werden musste, und verwandelte im Finale der Königsklasse den entscheidenden Elfmeter.

Marozsan bei Frauenwahl Außenseiterin

Bei den Frauen darf Olympiasiegerin Dzsenifer Marozsan (24), die in der neuen Saison für Champions-League-Sieger Olympique Lyon spielt, auf die Trophäe hoffen. Im Duell mit Lyon-Spielerin Ada Hegerberg (21) und Amandine Henry (26/Portland Thorns) ist die frühere Frankfurterin aber eher Außenseiterin.

"Es ist natürlich eine Ehre für mich, bei dieser Wahl unter den Top 3 zu stehen", sagte Marozsan, die bereits im letzten Jahr nominiert war. Verliert sie, bricht die deutsche Siegesserie: Seit der Einführung der Wahl von Europas bester Fußballerin gewannen immer deutsche Nationalspielerinnen.

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