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Weltfußballer FIFA-Wahl Gala Jamie Vardy Lionel Messi Cristiano Ronaldo
Jamie Vardy hat nicht nur in England, sondern auch in der Karibik seine Fans © Getty Images

Zürich und München - Vardy-Party auf den Turks- und Caicosinseln, Messi-Unlust in England: Bei der FIFA-Wahl zum Weltfußballer stimmen einige Spieler und Trainer kurios ab.

Cristiano Ronaldo ist Weltfußballer. So weit, so erwartbar.

Die FIFA-Wahl zum Besten der Welt - "The Best", wie die Preisverleihung nun offiziell heißt - hat aber auch ihre weniger erwartbaren Seiten.

In der öffentlich einsehbaren Abstimmungsliste findet sich manch ein Kuriosum. SPORT1 wirft einen Blick auf überraschende Details der Abstimmung.

- Vardy-Party in der Karibik:

Das Märchen des Jamie Vardy, der von der Achten Liga zum Premier-League-Torjäger aufstieg, ging um die Welt, auch in die entlegenen Winkel des britischen Königreichs.

Auf den Turks- und Caicosinseln, einer ehemaligen Kolonie in der Karibik, die bis heute Britisches Überseegebiet ist, geht die Bewunderung für Vardy so weit, dass sowohl Nationaltrainer Oliver Smith als auch Kapitän Billy Forbes befanden: Der Leicester-Stürmer gehört im FIFA-Ranking auf Platz eins - jeweils vor Ronaldo und Messi.

Ebenfalls auf der Pole-Position sahen Vardy der Nationalcoach Taiwans, Kazuo Kuroda, und der Medienvertreter des Pazifik-Eilands Vanuatu.

Ein anderer Leistungsträger von Englands Überraschungsmeister gilt auch in einigen Ländern als Bester der Welt: Für Riyad Mahrez votierten Kapitän und Coach Palästinas, der Nationaltrainer Katars sowie die Medienvertreter aus der Heimat Algerien und Kuba.

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- Messi in England ignoriert:

Vardy vor Messi: So sehen das nicht nur die Exoten im britischen Hoheitsgebiet: England-Kapitän Wayne Rooney sah Vardy in seinem persönlichen Ranking auf Platz 3 hinter Ronaldo und Luis Suarez.

Messi blieb außen vor, ebenso bei Nationaltrainer Gareth Southgate, der seine Stimmen auf Ronaldo, Antoine Griezmann und N'Golo Kante vom FC Chelsea verteilte. Nur Englands Medienvertreter würdigte Messi, auf Platz zwei zwischen Ronaldo und Kante.

- Buffon-Fans in Bulgarien und Somalia:

Ronaldo, Messi, schön und gut, in einigen Ländern schätzt man das Torwarthandwerk von Gianluigi Buffon allerdings höher ein.

Nicht nur sein eigener Nationalcoach Giampiero Ventura setzte den Altmeister auf Platz eins, auch die Kollegen aus Malta, Albanien und San Marino - ebenso die Kapitäne aus Jordanien, Bulgarien, Somalia und Marokko. Bei Letzerem handelt es sich um einen Juve-Kollegen Buffons, den Ex-Bayern Medhi Benatia.

- Wer braucht schon Platz zwei:

Joachim Löw stimmte für drei eigene Schützlinge ab (Kroos, Özil, Neuer), ein Wahlverhalten, über das man streiten kann.

Noch radikaler votierte Chiles Nationalcoach Juan Antonio Pizzi: An Position eins wählte er seinen Star-Stürmer Alexis Sanchez vom FC Arsenal, an Position zwei und drei: niemanden.

Es geht aber auch noch eigenwilliger: Williams Avondale, Coach der Britischen Jungferninseln, wählte Lionel Messi auf Platz eins, Paul Pogba auf Platz drei - und ließ Platz zwei weg. Warum auch immer.

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