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Nach seinem Ausflug in die Kreisliga spricht Torhüter Tim Wiese im SPORT1-Interview über sein Comeback als Torwart, Wrestling und verführerische Offerten.

Wrestler Tim Wiese hat eine beachtliche Rückkehr in den Fußball gefeiert.

Als Torhüter des SSV Dillingen zeigte er einige Paraden und viele aus der Bundesliga bekannten Qualitäten - die Niederlage seines Klubs konnte der 35-Jährige aber nicht verhindern. 

Im SPORT1-Interview zieht Wiese Bilanz nach seinem Comeback im Tor, spricht über seine Zukunft im Wrestling und welche Anfragen ihm vorliegen. 

SPORT1: Wie haben Sie die Rückkehr auf den Platz empfunden?

Tim Wiese: Es hat unheimlich Spaß gemacht vor dieser Kulisse. Ich denke, für die ganze Region, für den SSV Dillingen und für den TSV Haunsheim war das ein Highlight. Ich hoffe, dass ich ein bisschen dazu beitragen konnte. Leider haben wir das Spiel verloren, aber auch verdient. Die erste Halbzeit haben wir komplett verpennt, sind nicht an den Männern gewesen, haben halt auch ein Abseitstor kassiert. Aber so ist das eben.

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SPORT1: Haben Sie sich wirklich über die Niederlage geärgert?

Wiese: Ja, sicherlich will man gewinnen. Aber wenn man solche Fehler macht - gerade beim zweiten Tor, wo zwei Mann vor mir standen - dann ist es halt dumm gelaufen. Aber nichtsdestotrotz, Fußball war mein Leben. Deswegen hat es unheimlich Spaß gemacht, noch mal zu spielen.

SPORT1: Vom Bewegungsablauf war Ihnen die Pause nicht anzusehen.

Wiese: Das ist ja wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht. Ich habe mich schon gewundert, wie schnell ich noch bin, auch mit 30 Kilo mehr. Ich habe anscheinend gute Muskulatur in den Oberschenkeln. Es hat sich so angefühlt, als wenn ich nie weg gewesen wäre. Ich war sofort drin im Spiel, habe gute Flanken abgefangen, einen Flachschuss und zweimal im Eins gegen Eins gehalten. Es war also ganz okay, aber wir haben leider verloren. Und das ist nun mal das A und O im Fußball, gewinnen ist immer besser als verlieren.

SPORT1-Reporter Reinhard Franke traf Tim Wiese in seiner Kabine zum Exklusiv-Interview © SPORT1

SPORT1: War die Rückkehr zwischen die Pfosten nur ein Intermezzo?

Wiese: Ich habe gesagt, es war eine einmalige Sache. Aber ich sage auch immer: Man soll niemals nie sagen.

SPORT1: Was würde Sie noch reizen?

Wiese: Es gibt viele Anfragen, sogar auch schon Filmanfragen. Ich muss mal schauen, was auf mich zukommt. Erste Priorität hat für mich jetzt "World of Wiese" (in seiner Show sucht Wiese die härtesten Athleten Deutschlands, Anm. d. R.) und dann schauen wir mal, was mit Wrestling passiert, ob ich nach Amerika gehe oder nicht. Der Knackpunkt ist ja, dass du drei Jahre am Stück in Amerika bleiben müsstest. Ich kann das auch verstehen, weil die Jungs, die da hingehen, ein absolut brutales Trainingsprogramm machen und jeden Tag hart trainieren, um da zu stehen, wo ich schon stand.

SPORT1: Sie sagten, es hat Filmanfragen gegeben. Gibt es eine Rolle, die Sie unbedingt spielen wollen?

Wiese (lacht): Nein, ich habe keine Traumrolle, ich lasse alles auf mich zukommen. Ich habe momentan echt viel zu tun. Die Angebote waren schon da. Wir müssen mal schauen, was daraus wird.

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