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Crystal Palace v Middlesbrough - Premier League
Mamadou Sakho wurde nach einer positiven Probe gesperrt - womöglich zu Unrecht © Getty Images

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) für den Umgang mit dem französischen Abwehrspieler Mamadou Sakho kritisiert.

Sakho, damals in Diensten des FC Liverpool unter Teammanager Jürgen Klopp, war nach einem positiven Test am 17. März 2016 auf einen Fatburner mit der angeblich verbotenen Substanz Higenamin provisorisch gesperrt worden. Die UEFA stellte das Verfahren später ein.

Ein Bericht der UEFA behauptet, dass die Substanz zum Zeitpunkt der Sperre nicht auf der Verbotsliste der WADA stand. Zudem würden nicht alle WADA-Labore auf Higenamin testen, Sakhos Probe war in Köln analysiert worden, in Lausanne sei ein solcher Test nicht vorgesehen gewesen. Die UEFA kritisierte die WADA auch für deren Kommunikation mit den eigenen Laboren. 

Substanz gar nicht verboten?

"Es ist für niemanden nur durch die Lektüre der WADA-Liste möglich - weder für die Labore, die Disziplinarkammer, die Spieler oder andere - zu wissen, ob Higenamin eine verbotene oder erlaubte Substanz ist", heißt es in dem Bericht der UEFA, über den verschiedene englische Medien berichteten.

Sakho (27) hatte durch die provisorische Sperre das Finale der Europa League mit Liverpool gegen den FC Sevilla (1:3) verpasst und war anschließend nicht für den Kader der französischen Nationalmannschaft bei der Heim-EM nominiert worden. Bei Klopp fiel Sakho nach Undiszipliniertheiten und einer Achillessehnenverletzung in Ungnade und wechselte im Januar auf Leihbasis zu Crystal Palace.

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