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Tumult in Osnabrück
Nach Schlusspfiff kommt es in Osnabrück zu tumultartigen Szenen auf dem Rasen © Imago

Der DFB belegt Merkens nach seinem Platzsturm gegen Münster mit einer Sperre und Geldstrafe. Seine Entschuldigung wirkt strafmildernd. Die Sperre läuft aber ins Leere.

Mittelfeldspieler Tom Merkens vom Drittligisten VfL Osnabrück ist nach seinem "Platzsturm" im Anschluss an das Derby gegen Preußen Münster für drei Spiele gesperrt worden. Zudem muss der 25-Jährige eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro zahlen. Merkens ist seit einem Foul von Münsters Kapitän Amaury Bischoff im März 2014, das den Vorfall nun auslöste, derzeit aber ohnehin verletzt.

Merkens war nach dem 2:2 in Zivilkleidung auf den Platz gerannt und hatte dort Bischoff umgestoßen - es wirkte wie eine verspätete Rache-Aktion. Das DFB-Sportgericht wertete den Vorfall als "Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall". Merkens wurde bei der Urteilsgebung seine Entschuldigung bei Bischoff zugute gehalten.

Bischoff hatte nach dem Vorfall auf eine Privatanzeige verzichtet, auch weil Merkens sich telefonisch für sein Fehlverhalten entschuldigt hatte. "Auch wenn ich lediglich mit dem Zweck, den Ausgleichstreffer zu bejubeln, mit dem Schlusspfiff auf das Spielfeld rannte, hätte es nicht zu dem Schubser kommen dürfen", sagte er. Bischoff akzeptierte die Entschuldigung.

Der Verein übte dennoch auch Kritik an seinem Spieler. "Auch wenn Tom lediglich mitjubeln wollte und keine andere Intention verfolgte, hat er einen gegnerischen Spieler weggeschubst. Dieses Verhalten ist unsportlich und steht nicht für die Werte des Fußballs sowie die des VfL Osnabrück", sagte Sportkoordinator Lothar Gans.

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