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MSV Duisburg v VfL Osnabrueck - 3. Liga
Tobias Willers ist für drei Monate gesperrt worden © Getty Images

Wegen einer versuchten Spielmanipulation zieht der DFB einen Ex-Profi des VfL Osnabrück für mehrere Monate aus dem Verkehr. Dabei kommt er noch glimpflicher davon.

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in mündlicher Verhandlung die Berufungen des ehemaligen Osnabrücker Spielers Tobias Willers und des DFB-Kontrollausschusses zurückgewiesen.

Die Sperren von Willers wurde aber um einen Monat verkürzt, sie laufen somit am 9. Oktober 2017 und damit nach drei Monaten ab.

Damit bleibt es für den Abwehrspieler wegen unsportlichen Verhaltens bei der verhängten Geldstrafe von 4000 Euro und bei den Verboten, momentan zu spielen beziehungsweise ein Amt innerhalb des DFB und seiner Vereine auszuüben.

"Zugunsten des Spielers hat das Bundesgericht bei der Strafzumessung berücksichtigt, dass dieser durch das Verfahren in ungewöhnlich starkem Maße wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen musste", teilte der Bundesgerichts-Vorsitzende Achim Späth nach der Verhandlung am Dienstag mit.

Willers, ehemalige Spieler beim Drittligisten VfL Osnabrück, gilt als Drahtzieher einer versuchten Anbahnung einer Bestechung. Sein Ende Juni ausgelaufener Vertrag beim niedersächsischen Traditionsklub war nicht verlängert worden.

Am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison war Osnabrück auf den abstiegsbedrohten SC Paderborn getroffen. Im Vorfeld des Spiels hatte Willers einigen Teamkollegen vorgeschlagen, Kontakt mit Spielern bzw. Verantwortlichen der zweiten Mannschaft von Werder Bremen aufzunehmen, um von diesen Geld beziehungsweise eine geldwerte Leistung dafür zu erhalten, dass Osnabrück im Spiel gegen Paderborn an die Leistungsgrenze geht. 

Die Bremer schwebten damals in Abstiegsgefahr und hätten von einem Osnabrücker Sieg profitiert. Willers trat mit einem ähnlichen Ansinnen an einen Spieler von Rot-Weiß Erfurt heran, der mit seinem Verein ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfte.

Zur Zahlung von Geld beziehungsweise dem Transfer von geldwerten Leistungen und einer Beeinflussung des Wettbewerbs kam es allerdings nicht. Paderborn war nach einem 0:0 in Osnabrück abgestiegen, spielt aber durch den Absturz von 1860 München dennoch in der 3. Liga. Bremen II rettete sich durch ein 1:0 gegen den VfR Aalen.

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