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Carl Zeiss Jena v VfB Stuttgart  - DFB Cup
Sören Eismann zog sich den Zorn der Meppen-Fans zu © Getty Images

Nach dem Skandaltor im Spiel zwischen dem SV Meppen und Carl Zeiss Jena sind Spieler und Verantwortliche aus Meppen sauer und warten auf eine Entschuldigung.

Trotz der Entschuldigung von Jena-Kapitän Sören Eismann ist beim Drittligisten SV Meppen der Ärger über das Skandaltor noch immer groß. "Mich hat keiner angerufen. Er entschuldigt sich bei der Öffentlichkeit, nicht beim SV Meppen. Das ändert nichts", sagte Meppens Trainer Christian Neidhart im Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Neidhart fehlt jedes Verständnis

"Nach dem Spiel stellt sich Eismann hin und behauptet, er hätte nicht mitbekommen, dass da ein Mitspieler lag - und lässt sich auch noch dafür feiern. Da fehlt mir jedes Verständnis", sagte Neidhart: "Wenn wir durch so eine Situation ein Tor erzielen, soll meine Mannschaft den Gegner nach dem Anpfiff durchwinken und ebenfalls ein Tor machen lassen. Oder ein Eigentor schießen."

Beim Ligaspiel am Samstag zwischen Carl Zeiss Jena und dem SV Meppen (2:2) hatte Eismann einen viel diskutierten Treffer zum 1:2 erzielt: Sein Teamkollege Julian Günther-Schmid war nach einem Zweikampf verletzt liegengeblieben, woraufhin der Meppener Nico Granatowski das Spiel fair unterbrechen wollte. Doch Eismann stibitzte dem verdutzten Gegenspieler den Ball, er rannte los und schlenzte den Ball ins Tor. 

Schiedsrichter Benjamin Bläser erkannte den Treffer an und entschied damit regeltechnisch richtig. Eismanns gab erst einen Tag später zu, falsch gehandelt zu haben. "Ich kann nur sagen, dass ich die Situation, wie das Tor entstanden ist, sehr bedauere", wird der 29-Jährige auf der Jenaer Homepage zitiert: "Ich möchte mich bei all denen, für die ich mit meinem Verhalten gegen den Fair-Play-Gedanken verstoßen habe, entschuldigen."

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