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Christoph Kramwer wechselte 2013 vom VfL Bochum zu Borussia Mönchengladbach
Christoph Kramwer wechselte 2013 vom VfL Bochum zu Borussia Mönchengladbach © imago

Köln - Weltmeister Christoph Kramer spricht bei SPORT1 über die Leverkusener Forderungen und die Ziele mit Mönchengladbach.

Hinter Christoph Kramer liegen aufregende Wochen. Erst schaffte es der Mittelfeldspieler überraschend in den deutschen WM-Kader, dann stand er im Finale sogar in der Startformation.

An seinen Kurzeinsatz hat Kramer jedoch keine Erinnerung mehr. Eine Gehirnerschütterung führte zum Gedächtnisverlust. Dafür kann sich der 23-Jährige an die folgenden Weltmeister-Partys in Rio de Janeiro und Berlin erinnern.

Nach dem Urlaub ging der Trubel weiter. Es ging um seinen Vertrag. Bayer Leverkusen will ihn 2015 wieder haben, dann endet das Leihgeschäft mit Borussia Mönchengladbach.

Die Gladbacher möchten Kramer aber längerfristig binden. Zwischendurch meldete sich auch noch der SSC Neapel zu Wort und bekundete Interesse am Weltmeister.

Zerstreuung nach den turbulenten Tagen fand Kramer unter anderem auf der Computerspielmesse "Gamescom". In Köln führte er auch ein Kurzinterview mit SPORT1.

Kramer sprach über seine Vertragssituation, das Auftaktprogramm der Gladbacher und Ambitionen in Europa.

SPORT1: Herr Kramer, vor ein paar Tagen haben Sie sinngemäß gesagt, Sie wollen Ihr Leben selbst bestimmen und nicht zum Spielball von Vereinen werden. Was stört Sie an der aktuellen Situation?

Christoph Kramer: Das war keine Wertung, und es ist weder gegen Bayer Leverkusen noch gegen Gladbach gerichtet. Es können alle viel reden und planen, aber wenn ich am Ende des Tages sage: "Ich spiele da nicht", dann ist das so. Das ist nicht böse gemeint. Ich möchte nur selber entscheiden, wo ich spiele.

SPORT1: Aber wie viel Emotionalität steckt in diesen Aussagen? Sie haben selbst betont, dass Bayer Leverkusen Sie mit 15 aussortiert hat.

Kramer: Das ist ein zweischneidiges Schwert. Ich habe Leverkusen unheimlich viel zu verdanken, da habe ich das Fußballspielen gelernt und der Verein hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Aber ich vergesse auch nicht, dass ich aussortiert worden bin und dass sie mich wieder geholt haben. Das ist positiv wie negativ. Ich mache aber auch keinen Hehl daraus, dass ich in Gladbach super glücklich bin und froh bin, da zu spielen.

SPORT1: Bei der Borussia sind viele neue Spieler hinzugekommen. Wie groß sehen Sie die Chancen, dass es von Beginn an gut läuft?

Kramer: Wir starten im DFB-Pokal, danach folgt die Qualifikation für die Europa League. Von den ersten fünf Saisonspielen sind drei zu Hause gegen direkte Konkurrenten um die europäischen Plätze und zwei schwere Auswärtsspiele in Freiburg und Köln. Danach wissen wir, wo wir stehen. Gerade die Punkte zu Beginn sind sehr wichtig.

SPORT1: Aber Europa ist das wichtigste Ziel zu Beginn?

Kramer: Klar, wir haben uns 34 Spieltage den Arsch aufgerissen, um jetzt diese Spiele gegen Sarajevo zu haben. Da werden wir ganz sicher alles in die Waagschale werfen, ganz klar.

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