Die Weltmeister Erik Durm und Matthias Ginter können den Start der neuen Bundesliga-Saison kaum noch erwarten.

"Die drei Wochen Urlaub haben völlig ausgereicht. Wir wollen wieder kicken", sagte Durm am Dienstag im Trainingslager von Borussia Dortmund in Bad Ragaz.

Der 22-Jährige, der beim WM-Triumph der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien im Aufgebot, aber - genau wie Ginter - keine einzige Minute auf dem Platz gestanden hatte, war am Montagmittag in der Schweiz eingetroffen und hatte anschließend gemeinsam mit Kevin Großkreutz und Marco Reus den obligatorischen Laktattest absolviert.

Die WM sei für ihn "ein Märchen, ein Traum" gewesen, berichtete Durm, und fügte selbstbewusst hinzu: "Wir waren aber auch verdientermaßen dabei. Wir hatten uns das hart erarbeitet - ich im letzten Jahr, Matthias (Ginter, Anm. d. Red.) vielleicht schon ein, zwei Jahre länger."

Er freue sich zudem sehr, dass Ginter fortan beim BVB spiele, so Durm weiter: "Wir waren schon bei der U 21 immer zusammen auf dem Zimmer. Wir sind uns sehr ähnlich und beide sehr ruhig - gerade wenn wir irgendwo neu sind. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Matthias zu uns kommt."

Ginter, für den die Dortmunder rund zehn Millionen Euro an den SC Freiburg überwiesen hatte, war am Freitag zu seinen neuen Teamkollegen gestoßen.

Beim 10:0 im Test gegen den Schweizer Drittligisten FC Rapperswil am Sonntag hatte er sein Debüt gegeben. Auch er freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Nationalmannschaftskollege Durm.

"Wir haben auch im Nationalteam schon zusammen auf einer Seite gespielt, das hat immer Spaß gemacht", sagte Ginter: "Wir geben im Training Gas, sind beide sehr ehrgeizig und wollen uns jeden Tag weiterentwickeln."

An seinem Wechsel zur Borussia, der sich zwischenzeitlich zu einer kleinen Hängepartie entwickelt hatte, habe er während der WM nie gezweifelt, betonte Ginter: "Ich war immer davon überzeugt, dass es klappt."

Vor der geballten Konkurrenz in der Dortmunder Innenverteidigung fürchte er sich nicht, so der 20-Jährige: "Ich habe mich bewusst für diesen nächsten Schritt entschieden. In Dortmund kann ich jeden Tag auf sehr, sehr hohem Niveau trainieren und viel lernen. Ich wollte von Anfang an hierher. Es ist kein Geheimnis, dass die Borussia mir sehr am Herzen liegt und auch schon immer lag."

Zu seinen Einsatzchancen sagte Ginter: "Natürlich gibt es einem Selbstvertrauen, wenn man als Weltmeister zu einem neuen Klub kommt. Aber ich stelle keine Ansprüche und sage nicht: 'Ich muss unbedingt spielen.'"

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