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Medhi Benatia (r.) wechselte vom AS Rom zum FC Bayern © Getty Images

München - Sieben Spiele in 21 Tagen - den FC Bayern erwartet ein hartes Programm. In den englischen Wochen drohen prominente Härtefälle.

Pep Guardiola forderte die Bälle, erspähte die freien Räume und spielte präzise Pässe. Der Coach des FC Bayern hatte offenbar keine Lust auf die Beobachterrolle. Deshalb mischte er bei einer Trainingseinheit selbst munter mit.

Guardiola machte eine gute Figur: Trotzdem ist es nicht notwendig, dass der 43-Jährige seinen Spielerpass reaktivieren muss.

Die Personallage beim Rekordmeister entspannt sich nämlich. Pünktlich vor dem Start der englischen Wochen kommen die Verletzten nach und nach zurück.

Ribery meldet sich zurück

Thiago Alcantara, Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez sind für die Partie gegen den VfB Stuttgart kein Thema - auch in den kommenden Wochen muss das Trio zuschauen.

Dafür kehren andere Stars zurück. So wie Franck Ribery. Der 31-Jährige hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten und ist entsprechend heiß auf sein Comeback.

"Ich fühle mich gut und bin fit für Samstag. Jetzt brauche ich meinen Rhythmus", erklärte der Franzose.

Der Flügelflitzer mit dem Rauschebart konnte in der Länderspielpause seinen Trainingsrückstand aufholen. Reisen zur Nationalmannschaft stehen nach seinen Rücktritt nicht mehr in Riberys Terminplan - auch wenn es dafür zuletzt Druck von UEFA-Präsident Michel Platini gab.

Wie Ribery kann sich auch Xabi Alonso voll auf seine Vereinskarriere konzentrieren. Der Spanier musste zuletzt mit Fußproblemen pausieren. Doch ebenso wie Arjen Robben steht Alonso vor einer Rückkehr ins Teamtraining. Der Einsatz des Duos ist gegen Stuttgart möglich.

Fortschritte erfreuen Sammer

Matthias Sammer nimmt die Fortschritte der Profis wohlwollend zur Kenntnis. "Es ist wichtig, dass diese Spieler uns schnell wieder zur Verfügung stehen", sagte der Sportvorstand.

Sammer hat dabei das kommende Programm im Hinterkopf: Sieben Spiele in 21 Tagen müssen die Bayern ab Samstag bestreiten. Darunter stehen auch schwere Aufgaben wie das Duell mit Manchester City in der Champions League an.

"In dieser Gruppe müssen wir direkt da sein. Da können wir uns gar nichts erlauben", betont Sammer, der auch die Gegner ZSKA Moskau und den AS Rom stark einschätzt. Er weiß, dass ab jetzt nur noch Vollgas zählt.

Benatia verschärft den Konkurrenzkampf

Vollgas müssen auch die Spieler geben, wenn sie sich einen Stammplatz ergattern wollen. Besonders in der Defensive gibt es ein Überangebot. Es drohen prominente Härtefälle.

Gegen Schalke 04 verteidigten Jerome Boateng und Holger Badstuber im Zentrum. Dante saß nur auf der Bank. Nun verschäft mit Medhi Benatia ein weiterer Spieler den Konkurrenzkampf.

Der Marokkaner absolvierte am Montag seine erste Trainingseinheit an der Säbener Straße. Er will schnell beweisen, warum der FC Bayern für ihn 26 Millionen Euro an den AS Rom überwiesen hat.

Seine Qualitäten beschrieb Benatia jüngst in einem Interview. "Auf dem Platz bin ich unerbittlich und eklig", sagte der 27-Jährige dem "kicker".

Dante denkt positiv

Auch Dante kann mit der Situation leben. Der Brasilianer findet "Konkurrenz immer gut". Jeder müsse hart arbeiten, um zu spielen, sagte der Triple-Gewinner von 2013 der "tz".

Fraglich ist, ob die beiden Abwehrspieler genau so reden werden, wenn sie längere Zeit auf der Bank sitzen.

Doch für den FC Bayern ist die wieder komfortablere Personalsituation vor den Vollgaswochen eminent wichtig.

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