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Ein nicht gegebener Elfmeter war der große Aufreger beim Duell zwischen dem FCA und der Eintracht
Ein nicht gegebener Elfmeter war der große Aufreger beim Duell zwischen dem FC Augsburg und Eintracht Frankfurt © Imago

Frankfurt am Main - Schiedsrichter Manuel Gräfe verweigert Eintracht Frankfurt gegen den FC Augsburg einen klaren Strafstoß. Weil die Technik spinnt.

Der FC Augsburg hat bei Eintracht Frankfurt den Befreiungsschlag geschafft (Spielbericht) - und dabei kräftig von einer technischen Panne profititiert.

Augsburg verhinderte mit dem 1:0-(0:0)-Erfolg und dem ersten Dreier der neuen Spielzeit den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte.

Allerdings konnte sich der FCA trotz einer überzeugenden Vorstellung der Mannschaft auch bei Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin und dessen Equipment bedanken.

Denn: Der Referee verweigerte den Hessen einen glasklaren Foulelfmeter.

Funk-Panne verhindert Pfiff

Dominik Kohr hatte in der 16. Minute Frankfurts Vaclav Kadlec im Strafraum heftigst am Trikot gezogen und ihn dadurch zu Fall gebracht.

Gesehen hatte dies nur der 4. Offizielle.

Doch weil der Headset-Kontakt unterbrochen war, wie Frankfurts Torhüter Kevin Trapp nach einem Gespräch mit Gräfe berichtete, ließ der Hauptschiedsrichter weiterlaufen.

Gräfe entschuldigt sich

Immerhin gab es hinterher Bedauern - und ein Sorry für Thomas Schaaf:

"Er ist zu mir gekommen und hat sich dafür entschuldigt", sagte der Eintracht-Coach. "Herr Gräfe sagte, dass es ein klarer Elfmeter gewesen war. Ich finde gut, dass er so klar Stellung bezogen hat",

Schaaf ärgert sich - und bleibt cool

Dennoch ärgerte sich Schaaf: "Wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre. So ein Ding hätten wir heute gebraucht."

Vorwiegend in der zweiten Halbzeit lief bei seiner Mannschaft allerdings nicht mehr viel zusammen.

Der Neu-Frankfurter versuchte nach der Partie aber, seine Spieler aufzumuntern und nahm die Niederlage relativ gelassen: "Das passiert, ich mache mich deshalb nicht verrückt."

Weinzierl feiert bissige Augsburger

Ganz anders die Emotionen bei seinem Trainer-Kollegen: Markus Weinzierl lief auf den Rasen und umarmte jeden Spieler, der ihm über den Weg lief.

Der erste Saisonsieg wirkte auch für Augsburgs Trainer wie ein Befreiungsschlag.

Nach dem Fehlstart mit zwei Niederlagen in der Liga und dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal waren die Augsburger vor 43.500 Zuschauern zu Beginn sichtlich um Wiedergutmachung bemüht.

In den Zweikämpfen bissig, in der Offensive mit Zug zum Tor - einzig die fehlende Genauigkeit verhinderte eine rasche Führung.

Ruhe zahlt sich aus

"Wir sind im Vorfeld der Begegnung immer ruhig geblieben und hatten vollstes Vertrauen zur Mannschaft, was sie nun bestätigt hat. Wir haben richtig gut nach vorn gespielt, so wollen wir weitermachen",

Auch Sportdirektor Stefan Reuter hatte vor der Partie im Gespräch mit SPORT1 betont: "Bei uns sind alle realistisch", meinte Weinzierl.

Und fügte an: "Solange wir am Ende drei Teams finden, die in der Tabelle hinter uns stehen, haben wir wieder eine riesige Saison gespielt."

Bobadilla trifft

Der FCA, jetzt wie Frankfurt im Tabellenmittelfeld zu finden, hätte das Resultat sogar noch höher schrauben können, ja müssen. So blieb es bei dem Treffer von Raul Bobadilla (49.).

"Das war ein großes Spiel unserer Mannschaft. Alle zusammen haben sich dagegen gestemmt und sich viele Torchancen herausgespielt. Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung", schwärmte Reuter bei "Sky".

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