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Andre Hahn (l.) konnte in Köln nicht treffen. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 4. Spieltags

Der 1. FC Köln baut seine Zu-Null-Serie im Derby aus. Borussia Mönchengladbach verpasst es seinen Sportdirektor zu beschenken.

Köln - "00 Horn" und der 1. FC Köln sind einfach nicht zu bezwingen.

Durch ein 0:0 im 128. rheinischen Derby gegen Angstgegner Borussia Mönchengladbach hat der Aufsteiger auch am vierten Spieltag seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit gewahrt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mit sechs Punkten belegt der vom extra aus London angereisten Edelfan Lukas Podolski angefeuerte FC direkt hinter der Borussia Rang acht, hat aber immer noch keinen Gegentreffer kassiert.

630 Minuten ohne Gegentor

Torhüter Timo Horn hielt inklusive seiner Einsätze im DFB-Pokal und der U21 in dieser Saison sogar schon stolze 630 Minuten lang sein Tor sauber - am Sonntag allerdings fast ohne Prüfung. Der gebürtige Kölner stellte einen neuen Rekord auf: Bislang hat noch ein Torwart seine ersten vier Bundesliga-Spiele unbeschadet überstanden.

Auf einen Sieg gegen Gladbach wartet Köln nach dem dritten 0:0 im vierten Saisonspiel aber schon seit sechs Jahren.

Die Borussia ist ebenfalls noch ohne Pflichtspiel-Niederlage in dieser Spielzeit, verpasste im insgesamt bescheidenen 81. Bundesliga-Derby aber den 45. Sieg und damit ein ideales Geburtstagsgeschenk für Sportdirektor Max Eberl, der am Sonntag 41 Jahre alt wurde ().

Zudem gewann Borussia-Coach Lucien Favre in seinem sechsten Bundesliga-Spiel gegen Köln erstmals nicht.

60 Personen in Gewahrsam

Vor dem Spiel wurden mindestens 60 Personen in Gewahrsam genommen, eine wurde verletzt. Die Zahlen eines zweiten Zusammenstoßes zwischen beiden Fangruppen waren zunächst noch nicht bekannt. Die Polizei wollte die Verantwortlichen nicht einem Fanlager zuordnen.

"Es handelt sich hierbei um Gewalttäter, die den Fußball als Bühne für eine körperliche Auseinandersetzung suchen", sagte Pressesprecher Karsten Möllers dem SID.

Schon die ganze Woche über waren die beiden rund 60 Kilometer entfernten Städte in Aufruhr. Das Kölner Maskottchen, Geißbock Hennes VIII, bekam sogar Polizeischutz über Nacht. Statt der 50.000 verfügbaren Karten hätte der FC 120.000 Tickets absetzen können.

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Kölns Trainer Peter Stöger beordete gegenüber dem 0:0 beim SC Paderborn Yuya Osako und Pawel Olkowski in die Startelf. Favre tauschte gegenüber dem 1:1 gegen den FC Villarreal in der Europa League gleich dreimal. Raffael und Andre Hahn kehrten zurück in die Startelf, ebenso Julian Korb.

Olkowski verpasst Führungstor

Nach zwei vagen Gelegenheiten der Gäste durch Tony Jantschke (8.) und Max Kruse (11.) hatte Olkowski die erste große und bis zur Pause beste Chance des Spiels.

Der Pole zauderte jedoch zunächst zu lange und übersah dann den besser postierten Tony Ujah, dessen Schuss aus zu spitzem Winkel lenkte Borussia-Keeper Yann Sommer ans Außennetz (17.).

Höhepunkte hatte die kampfbetonte Partie aber wenige zu bieten. Beide Trainer waren dennoch angespannt, kauerten fast während der gesamten 90 Minuten am Rande ihrer Coaching Zone.

Die Fans beider Teams lieferten sich ein auf den Rängen zunächst friedliches Gesangs-Duell, das trotz mangelnder Torchancen für eine beeindruckende Stimmung sorgte.

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Kruse knapp vorbei

Nach der Pause waren die Gäste zunächst deutlich aktiver und hätten auch schnell in Führung gehen können: Nach einer mustergültigen Flanke von Andre Hahn köpfte Kruse den Ball um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (48.). Auf der Gegenseite nutzte Ujah einen Querschläger von Sommer nicht (59.).

Beste Spieler der Kölner waren die Innenverteidiger Dominic Maroh und Kevin Wimmer. Bei der Borussia überzeugten Jantschke und mit Abstrichen Kruse.

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