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Die TSG 1899 Hoffenheim hatte sich einen Sieg gegen den SC FReiburg vorgenommen. Einige Fans hofften gar auf die Tabellenführung. Doch daraus wurde nichts. Das lang vor allem an Freiburgs Mike Frantz, der hier noch nicht an Andreas Beck vorbeikommt
Jannik Vestergaard (2.v.l.) erzielt in der Nachspielzeit den Ausgleich

Sinsheim - In einer hoch intensiven Partie teilen sich Hoffenheim und Freiburg die Punkte. Die Breisgauer warten weiter auf den ersten Sieg.

Mit einer eindrucksvollen Energieleistung hat sich 1899 Hoffenheim einen Punkt im bereits verlorenen geglaubten Baden-Derby erkämpft und bleibt weiter ungeschlagen.

Nach einem 0:2-Rückstand holten die Kraichgauer am fünften Spieltag ein 3:3 gegen den immer noch sieglosen SC Freiburg.

Jannik Vestergaard erzielte mit der letzten Aktion des Spiels in der Nachspielzeit den Ausgleich (90.+3). Zunächst hatte Frantz binnen zwei Minuten (31. und 33.) für den Sport-Club getroffen. Für den Neuzugang vom 1. FC Nürnberg waren es die ersten Treffer im Trikot der Freiburger.

Dann legte Darida per Foulelfmeter nach (75. ), bevor er vom Platz flog (81.). Tarik Elyounoussi (44.) und Nationalspieler Sebastian Rudy (63.) trafen für die Gastgeber, die sieben Heimspiele nicht verloren haben.

"Es war an der Grenze. Der Schiedsrichter hat manchmal kleinlich gepfiffen", meinte der Mainzer Julian Baumgartlinger bei "Sky" zum Derby. "Aber so muss das sein im Derby. Ich denke den Zuschauern hat es Spaß gemacht."

Erste Chance nach fünf Minuten

Vor 24.872 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena bestimmten die Gastgeber in den ersten Minuten die Partie. Die Hoffenheimer, bei denen Ermin Bicakcic, Jin-Su Kim und Sejad Salihovic fehlten, hatten bereits in der fünften Minute die erste Chance. Kevin Volland scheiterte an SC-Torwart Roman Bürki, dem Nachfolger von Oliver Baumann, der im Sommer für 5,5 Millionen Euro nach Hoffenheim gewechselt war.

Die Freiburger, die ohne den verletzten Schweizer WM-Teilnehmer Admir Mehmedi und Oliver Sorg auskommen mussten, hatten in der Offensive zunächst so gut wie nichts zu bieten. Die Mannschaft von Coach Christian Streich kam in der ersten Viertelstunde noch nicht einmal in die Nähe des Hoffenheimer Tors.

Fehlpass von Polanski

Dennoch wären die Gäste in der 18. Minute fast in Führung gegangen. Nach einem Fehlpass des Hoffenheimers Eugen Polanski lief Maximilian Philipp alleine auf Baumann zu.

Der 20-Jährige nutzte die große Chance auf sein erstes Ligator aber nicht. Die Szene machte den Freiburgern dennoch Mut, nur zwei Minuten später scheiterte Darida an Baumann.

Die Gastgeber fanden in dieser Phase überhaupt nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel. Erst in der 29. Minute verzeichneten die Kraichgauer durch Adam Szalai wieder eine Möglichkeit.

Dazu kamen krasse Abwehrfehler der Hoffenheimer.

Darida patzt

Den Fauxpas von Volland nutzte Frantz zu seinem ersten Tor, zwei Minuten später verwertete er die Vorarbeit von Jonathan Schmid. Elyounoussi brachte die Gastgeber aber kurz vor der Pause mit seinem dritten Saisontor zurück ins Spiel. Darida hatte zuvor gepatzt.

Nach dem Seitenwechsel prüfte zunächst Vestergaard mit einem Freistoß Bürki (55.), wenige Sekunden später hatten die Hoffenheimer ein Foul an Kapitän Andreas Beck im Freiburger Strafraum erkannt. Die Pfeife von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) blieb aber stumm.

Gastgeber drängen auf Ausgleich

Das änderte aber nichts daran, dass die Gastgeber mit Vehemenz auf den Ausgleich drängten. Rudy sorgte per Freistoß für das 2:2. Auf der Gegenseite foulte Tobias Strobl Schmid an der Strafraumgrenze.

Darida verwandelte und flog kurz darauf mit Rot für sein überhartes Einsteigen vom Platz.

Beste Spieler aufseiten der Hoffenheimer waren Rudy und Elyounoussi. Bei den Freiburgern ragten Frantz und Schmid heraus.

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