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Zinnbauer

Mönchengladbach - Auch bei Borussia Mönchengladbach nimmt der Hamburger SV nichts Zählbares mit, rutscht mit Neucoach Zinnbauer noch tiefer.

Dem Hoffnungsschimmer folgte die Ernüchterung:

Der Hamburger SV musste vier Tage nach dem Achtungserfolg gegen den FC Bayern München wieder einen Rückschlag hinnehmen.

Die Mannschaft des neuen Trainers Joe Zinnbauer unterlag bei Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:1) und steckt nach fünf Spieltagen ohne Sieg und Tor mit zwei mageren Pünktchen tief im Tabellenkeller fest.

Max Kruse (25.) erzielte den entscheidenden Treffer gegen die Hamburger, die seit dem 27. Oktober 2013 (3:0 in Freiburg) auf einen Auswärtssieg warten.

Die Borussia blieb derweil auch im neunten Pflichtspiel in dieser Saison ungeschlagen und schob sich mit neun Zählern in die Spitzengruppe vor.

"Das Tor war wichtig. Es war eine super Aktion, nach 90 Minuten war der Sieg verdient. Wir hätten aber das 2:0 machen müssen", fand Gladbach-Coach Lucien Favre hinterher bei "Sky" trotzdem einen Kritikpunkt. "Der HSV war bis zum Schluss gefährlich."

Zinnbauer hadert

Zinnbauer versuchte Gelassenheit auszustrahlen und meinte: "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Das Gegentor hat uns aber aus der Spur gebracht. Wir haben viel investiert. Man darf aber keine Wunderdinge erwarten."

HSV-Mittelfeldspieler Tolgay Arslan ergänzte: "Wir haben zum größten Teil das Spiel gemacht. Aber die Durchschlagskraft hat gefehlt. Wir brauchen mehr Überzeugung und mal wieder ein Tor. Der Knoten muss platzen."

Und Lewis Holtby erklärte: "Wir müssen jetzt positiv bleiben. Eine Handschrift ist zu erkennen."

HSV legt aggressiv los

Dabei begannen die Gäste vor 44.175 Zuschauern selbstbewusst.

Mit ihrer aggressiven Spielweise setzten die Norddeutschen die Gladbacher sofort unter Druck.

Die Borussia tat sich daher im Spielaufbau zunächst schwer und leistete sich einige Ballverluste.

Seine guten Ansätze münzte der HSV aber im ersten Durchgang nicht in Torgelegenheiten um. Im Angriff mangelte es wie schon in den ersten vier Saisonspielen an der notwendigen Durchschlagskraft.

Zinnbauer verändert nichts

Bezeichnend war die Situation in der 41. Minute, als Zoltan Stieber im Strafraum der Gastgeber schön frei gespielt wurde, mit seinem Abschluss aber so lange wartete, bis die Gladbacher Abwehr klären konnte.

Zinnbauer vertraute im Borussia-Park der Mannschaft, die bei seinem Debüt Rekordmeister München ein torloses Unentschieden abgetrotzt hatte.

Lucien Favre beorderte gegenüber dem enttäuschenden 0:0 in Köln Thorgan Hazard und Alvaro Dominguez für Fabian Johnson und Oscar Wendt in die Startformation.

Das Gladbacher Offensivspiel wurde dadurch aber zunächst nicht belebt. Bei einigen guten Kontermöglichkeiten agierte die Borussia zu langsam und unpräzise.

Diekmeier-Handspiel als Aufreger

So blieb ein Handspiel von Dennis Diekmeier im eigenen Strafraum nach Kruse-Flanke der einzige Aufreger (13.) zu Beginn.

Nach der Hälfte des ersten Durchgangs erhöhte Gladbach Tempo und Druck. Dem Führungstreffer ging ein Zusammenspiel von Raffael und Andre Hahn voraus.

Kruse traf zunächst den Pfosten, drückte den Abpraller aber über die Linie.

In der 28. Minute scheiterte Raffael an HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny, dann verfehlte Innenverteidiger Tony Jantschke das Tor mit einem Kopfball nur knapp (34.).

Kruse verpasst 2:0

Nach dem Wechsel verstärkte der HSV seine Offensivbemühungen, Gladbach lauerte auf Konter.

Kruse verpasste dabei den zweiten Treffer, als er an Drobny scheiterte (50.).

Auf der anderen Seite gab Matthias Ostrzolek einen Warnschuss ab, mit dem Torhüter Yann Sommer leichte Probleme hatte (59.).

Zwei Minuten später reagierte Drobny gegen Raffael glänzend, der Hamburger Schlussmann gewann auch in der 69. Minute das Duell gegen den Brasilianer.

Bei Gladbach überzeugten Kruse und Dominguez, beim HSV gefielen Drobny und Tolgay Arslan.

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