vergrößernverkleinern
Jos Luhukay konnte mit seiner Hertha in dieser Saison erst einen Sieg einfahren. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 6. Spieltags
Jos Luhukay konnte mit seiner Hertha in dieser Saison erst einen Sieg einfahren

Augsburg - Jos Luhukay erlebt mit Hertha BSC beim FC Augsburg eine Rückkehr zum Vergessen. Die Schuld dafür gibt er dem Schiedsrichter.

Den Abpfiff verfolgte Jos Luhukay mit versteinerter Miene, dann machte der Trainer von Hertha BSC seinem Unmut Luft.

"Ich bin stinkesauer. Wir haben das Spiel durch den Schiedsrichter verloren. Das war nie und nimmer ein Foul", sagte Luhukay nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei seinem ehemaligen Klub FC Augsburg über die spielentscheidende Szene.

Nach einer Berührung von Hertha-Keeper Thomas Kraft, die Raul Bobadilla dankend annahm, verwandelte Paul Verhaegh (27.) den Elfmeter vor 28.532 Zuschauern zum Sieg und verdarb damit Luhukay die Laune.

"Wir müssen nicht über unsere Herangehensweise nachdenken. Das Spiel wurde durch einen Elfmeter entschieden", sagte der Niederländer sichtlich verärgert bei "Sky".

Scheibenwischer gegen Reuter

Schon während des Spiels hatte er sich lautstark mit FCA-Coach Markus Weinzierl und Sportdirektor Stefan Reuter angelegt und ihnen den Scheibenwischer gezeigt.

"Man muss nicht immer mit dem vierten Schiedsrichter diskutieren. Das war mir zu viel des Guten", sagte Luhukay, der weiterhin gegen seinen Ex-Klub einfach nicht gewinnen kann.

Die Berliner blieben auch im fünften Anlauf in der Bundesliga gegen den FCA sieglos und erlebten vier Tage nach dem ersten Saisonsieg gegen Wolfsburg einen erneuten Rückschlag.

Berlin sucht die Durchschlagskraft

Luhukays Spieler wollten sich mit dem Elfmeter aber nicht lange aufhalten, sie sahen im harmlosen Offensivspiel den Grund der Niederlage.

"Wir haben nicht viel zugelassen. Nach vorne hat uns die Durchschlagskraft gefehlt", sagte Innenverteidiger Fabian Lustenberger, während der Ex-Augsburger Marcel Ndjeng anmerkte:

"Wir konnten uns vor dem Tor nicht entscheidend durchsetzen."

Weinzierl: Plan ist aufgegangen

Während sich die auswärts seit neun Begegnungen sieglose Hertha mit fünf Punkten aus sechs Spielen vorerst wieder nach unten orientieren muss, feierten sie in Augsburg nach dem dritten Sieg den besten Bundesligastart der Geschichte.

"Es war klar, dass wir nicht viele Chancen bekommen. Unser Plan ist aber aufgegangen", sagte Weinzierl nach einer intensiven Begegnung.

Auch Reuter war zufrieden: "Das waren wichtige drei Punkte für uns, da wir jetzt zwei Auswärtsspiele vor der Brust haben. Hertha hat am Ende noch einmal viel Druck gemacht. Wir hätten den einen oder anderen Konter ruhiger ausspielen müssen."

Verhaegh ins Krankenhaus

Sorgen machten sich die Augsburger nur um Siegtorschütze Verhaegh.

Der Niederländer musste nach einem Zusammenprall mit Berlins Ronny in der 71. Minute ausgewechselt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.

"Er konnte sich nicht mehr an alles erinnern", sagte Reuter: "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, wir hoffen, es ist nichts Schlimmes."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel