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Hamburg - Es läuft vielversprechend für den Hamburger SV gegen Frankfurt - und endet dramatisch. Die erneute Pleite raubt dem Klub den Mut.

In der Arena herrschte von einem auf den anderen Moment Stille, die Spieler des Hamburger SV sanken zu Boden oder starrten ungläubig ins Leere.

Trotz des Endes seines Torfluchs nach 507 langen Minuten kassierte der HSV die nächste bittere Pleite in der Bundesliga.

Der Dino unterlag nach einem Traumtor von Joker Lucas Piazon (90.) Eintracht Frankfurt mit 1:2 (0:1) und bleibt nach sechs Spielen mit zwei Punkten Tabellenletzter. 

Spieler am Boden zerstört

"Keine Ahnung, was die für ein Glück gefressen haben, aber es hat gewirkt", sagte ein tief enttäuschter Tolgay Arslan. 

Sein Mitspieler Matthias Ostrzolek stellte geschockt fest: "Das ist eine ziemlich harte Niederlage. Wir waren die bessere Mannschaft. Dann so zu verlieren, tut unheimlich weh. In einer anderen Phase wären wir als Sieger vom Platz gegangen."

Dabei hatte Nicolai Müller (58.) nach dem Rückstand durch Haris Seferovic (44.) den umjubelten ersten Saisontreffer der Gastgeber erzielt und die Hamburger vom ersten Sieg träumen lassen.

Doch dann traf der kurz zuvor eingewechselte Piazon per Freistoß in den Winkel und versetzte dem HSV den nächsten Stich ins Herz.

So klang Piazons Freistoß-Kunstwerk bei SPORT1.fm:

Frankfurt hinten drin

"Es war ein wunderschönes Tor. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ziemlich weit hinten reindrängen lassen. Aber es hat am Ende gereicht, darüber sind wir sehr glücklich", sagte Eintracht-Trainer Thomas Schaaf bei "Sky".

Schaafs Hamburger Gegenüber hatte nach dem späten Schock bereits die Ruhe wiedergefunden, seine Spieler zu loben.

"Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit gut reagiert. Wir sind durch das Tor belohnt worden, danach hatten wir aber auch kein Glück", sagte Josef Zinnbauer. "Die Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit gut präsentiert. Wir hätten gerne einen Punkt oder mehr mitgenommen. Jetzt müssen wir nach vorne blicken."

Zweifelhafte Ehre für den HSV

Dort wartet am kommenden Samstag eine Reise zu Borussia Dortmund, nach der Länderspiel-Pause kommt Hoffenheim nach Hamburg, bevor der HSV bei Hertha BSC antritt. Leichter wird das Programm also auf keinen Fall.

Frankfurt verbesserte sich durch den zweiten Saisonsieg auf Platz sieben.

Dem HSV bleibt nur die zweifelhafte Ehre den 35 Jahre alten Negativrekord des VfL Bochum "übertroffen" zu haben. Der Ruhrpott-Klub war zu Beginn der Saison 1979/80 474 Minuten ohne eigenen Treffer geblieben.

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