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München - Fehlentscheidungen auf Schalke und in Augsburg zeigen einmal mehr, wie dringend technische Unterstützung benötigt wird.

Hätte, wäre, wenn und aber hat im Fußball bekanntlich noch nie gezählt.

Und doch dürften die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt nach dem 2:2 auf Schalke am Samstag hin- und her rechnen, wie viele Punkte ihre Mannschaft mehr haben könnte, wenn die Schiedsrichter die eine oder andere Entscheidung anders getroffen hätten.

Das Thema Fehlentscheidungen ist schon immer ein großer Bestandteil der Fußballfolklore. Nach der schwer zu ertragenden Flut während der WM in Brasilien tritt es aber auch in der Bundesliga immer mehr in den Vordergrund - und das müsste nicht sein.

Am vergangenen Wochenende verweigerte Schiedsrichter Manuel Gräfe den Frankfurtern einen klaren Elfmeter, weil das Headset des vierten Offiziellen nicht funktionierte. Auf Schalke bekam die Eintracht einen Handelfmeter nicht, auf der Gegenseite gab es ihn.

"Klar ist man da sauer", ärgerte sich Trainer Thomas Schaaf in der "Sportschau". Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen bezeichnete die Entscheidung als "Farce".

In Augsburg griff Schiedsrichter Marco Fritz mit einer Fehlentscheidung in den Spielverlauf ein. Ein Elfmeterpfiff gegen Bremen brachte Werder-Trainer Robin Dutt auf die Palme. "Das geht nicht auf Bundesliga-Niveau, und das werden wir so auch nicht akzeptieren."

Die Aussagen der ansonsten besonnenen Trainer Dutt und Schaaf sollten die Verantwortlichen bei DFB und DFL zum Nachdenken bringen.

Das Spiel scheint zu schnell, der Druck zu groß geworden sein. Schon in der vergangenen Saison standen die Schiedsrichter im Zentrum der Kritik.

Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien im Sommer wirkten einige Unparteiische überfordert und leisteten sich teilweise schwerwiegende Fehlentscheidungen.

Deshalb sollte den Schiedsrichtern so schnell wie möglich alle technischen Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden. Ob nun die Torlinientechnik oder der von DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig selber ins Spiel gebrachte Videobeweis.

Diese Hilfsmittel würden für deutlich mehr Fairness und weniger Ärger sorgen.

Bei Spielern, Fans, Trainern - und nicht zuletzt bei den Schiedsrichter selber.

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