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Franz Beckenbauer war von 1994 bis 2009 Präsident des FC Bayern München
Franz Beckenbauer war von 1994 bis 2009 Präsident des FC Bayern München © getty

Fußball-Ikone Franz Beckenbauer hat die jüngste Transferpolitik des FC Bayern München inklusive der kurzfristigen Verpflichtung des ehemaligen Welt- und Europameisters Xabi Alonso verteidigt.

"Die Bayern mussten handeln - bei ihren ganzen Verletzten und den Erdmüdungserscheinungen, die bei den Weltmeistern logischerweise noch vorhanden sind", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters auf einer Pressekonferenz im Rahmen des "Camp Beckenbauer" in Kitzbühel zu SPORT1.

"Wenn man so einen klasse Spieler wie Xabi Alonso bekommen kann, muss man ihn holen. Er ist zwar schon 32 Jahre alt, aber noch keineswegs verbraucht", betonte Beckenbauer: "Leute mit einem spielerischen Glanz wie dem von Alonso oder auch Javi Martinez brauchst du einfach. Das sind handfeste Spieler, die vor der Abwehr aufräumen. In meinen Augen ist diese Transferpolitik zu hundert Prozent richtig."

Alonso ist nach Martinez, Thiago Alcantara, Juan Bernat und Pepe Reina bereits der fünfte Spanier, der sich den Münchnern angeschlossen hat.

Auch für den vorangegangenen Wechsel von Mittelfeldspieler Toni Kroos zum spanischen Rekordchampion Real Madrid zeigte Beckenbauer Verständnis.

"Für den FC Bayern ist das natürlich schade, denn er hat einen wunderbaren Fußballer verloren", sagte der 68-Jährige und fügte hinzu: "Von Kroos' Standpunkt aus war der Wechsel aber völlig verständlich. Wenn man die Gelegenheit hat, ins Ausland zu wechseln und ein Angebot von Real Madrid bekommt, wo man das Doppelte oder gar Dreifache verdienen kann wie vorher, ist es richtig, so zu handeln.

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