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Emir Spahic trat nach der WM aus Bosniens Nationalteam zurück

Bayer Leverkusen droht ein "Fall Franck Ribery".

Der bosnische Nationaltrainer Safet Susic hat Leverkusens Innenverteidiger Emir Spahic nach Informationen des "kicker" trotz dessen Rücktritt für die EM-Qualifikationsspiele im Oktober gegen Belgien und Wales eingeladen.

UEFA-Präsident Michel Platini hatte seinem ebenfalls zurückgetretenen französischen Landsmann Ribery von Bayern München kürzlich mit einer Sperre von bis zu drei Spielen gedroht, falls er im Falle einer Berufung den Einsatz im Nationalteam verweigert.

Susic verwies darauf, dass Spahic seine Bereitschaft zur Rückkehr erklärt habe. Die Überraschung in Leverkusen war am Montag groß.

Wie Spahic und der Verein sich verhalten werden, ist noch offen.

"Es wäre zu früh und zu schnell, um zu sagen, wie wir reagieren werden", sagte Bayers Kommunikationsdirektor Meinolf Sprink dem: "Emir wird nun erst einmal das Gespräch mit unserer sportlichen Leitung suchen."

Susic beteuerte, `"dass Emir mir am Wochenende gesagt hat, dass er zurückkehren wird. Sonst hätte ich ihn auch nicht nominiert. Ich würde ihn niemals zwingen oder in Schwierigkeiten bringen wollen".

Susic berichtete, Spahic habe vor dem ersten Qualifikationsspiel gegen Zypern angerufen und viel Glück gewünscht. Direkt nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage habe ihm der Trainer dann eine SMS geschrieben, mit der Bitte zurückzukehren. Diese Bereitschaft habe er nun erklärt.

Dem Verein gegenüber hat der Routinier bis Montagmittag keine Comeback-Absicht erwähnt. Zudem ist bei Bayer bis dato kein Abstellungs-Gesuch des bosnischen Verbandes eingetroffen.

Der Abwehrchef war nach der WM, bei der er Neuling Bosnien-Herzegowina als Kapitän anführte, "nach reiflicher Überlegung und zahlreichen Gesprächen mit meiner Familie und meinen Freunden" zu der Entscheidung gekommen, "dass ich mich zurückziehen werde".

Einen offiziellen Rücktritt vom Rücktritt gab es bisher nicht.

Nach Informationen bosnischer Medien soll Spahic bei einem Comeback aber nicht mehr die Kapitänsbinde bekommen.

Diese soll der frühere Wolfsburger Edin Dzeko - heute in Diensten von Manchester City - behalten.

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