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Jürgen Klopp schließt sich der Kritik von Pep Guardiola an

Trainer Jürgen Klopp vom deutschen Vizemeister Borussia Dortmund hat erneut die starke Belastung der Profis, speziell von Spitzenklubs, und auch die Funktionäre kritisiert.

Man müsse beginnen, das Rad zurückzudrehen, forderte der BVB-Coach bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Bundesliga-Heimspiels am Mittwoch (20.00 Uhr) gegen den VfB Stuttgart.

Stattdessen "findet 2016 eine EM mit 24 Mannschaften statt, weil irgendwelche Leute Spaß daran haben, das macht keinen wahnsinnig großen Sinn für die Spieler."

Er habe die Entwicklung schon so gesehen, bevor der BVB so viele Verletzte hatte.

"Die WM hat allen Spielern viel Substanz gekostet. Das trägt nicht dazu bei, dass ein kurzer Urlaub reicht", so Klopp mit dem Hinweis: "Und das sieht Pep Guardiola genauso."

Gleichzeitig beklagte er, dass von den Schwierigkeiten der Vereine und Spieler kaum Notiz genommen wird. "Das ist wie einem Ochs ins Horn gepetzt, das kannst du auch einer Mikrowelle erzählen", wetterte der 47-Jährige.

Irgendwann werde man das mit einem "30er- oder 35-Kader" auffangen müssen, um in drei Wettbewerben spielen zu können.

Zudem werde beim Thema Belastung immer angeführt, die Spieler bekämen ja eine Menge Geld dafür, aber vor Verletzungen schütze sie das auch nicht, so Klopp weiter.

Zugleich kritisierte der Dortmunder Trainer auch die Funktionäre. "Ehemalige Spieler in hohen Funktionen vergessen zu schnell die Belastungen ihre Karriere", legte Klopp nach und ist überzeugt: "In zehn Jahren wird es keinen mehr geben, der seine Karriere mit 35 Jahren beenden wird."

Somit sei es nicht wahrscheinlich, dass es noch einmal jemanden wie der Ex-Frankfurter Charly Körbel mit 602 Bundesliga-Einsätzen geben werde.

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