vergrößernverkleinern
Guido Buchwald (r.) wurde 1990 Weltmeister mit der deutschen Nationalelf

Ex-Nationalspieler Guido Buchwald kann die Entlassung von Sportvorstand Fredi Bobic beim VfB Stuttgart nachvollziehen.

"Er hat einfach ein bisschen unglücklich agiert, auch in der Zusammenstellung der Mannschaft", sagte der 53-Jährige, der von 1983 bis 1994 selbst beim VfB spielte, bei SPORT1.fm.

Buchwald weiter: "Man kann nicht so viel Jugendarbeit betreiben, so viel Geld investieren und dann mittelmäßige, durchschnittliche Bundesligaspieler dazu holen für einen Haufen Geld ? das ist glaube ich in den letzten Jahren manchmal so gewesen, dass man Spieler geholt hat, die einfach Durchschnitt waren."

Die sportliche Entwicklung sei dadurch nicht zufriedenstellend gewesen: "Es sind einfach viele Dinge, die nicht gelaufen sind, wie man sich das vorstellt. Wenn ein VfB Stuttgart 18., 17. oder 16. in der Tabelle ist, und eigentlich zu den Top 5 oder 6 Mannschaften gehört, dann ist es ja ganz klar, dass man sich da Gedanken machen muss."

Buchwald, selbst Ehrenrat bei den Schwaben, will jetzt die Vergangenheit abhaken: "Man hat es sich mit Sicherheit nicht einfach gemacht, aber jetzt ist die Entscheidung getroffen, also muss man jetzt auch nach vorne schauen."

Auf die Frage, ob er selbst ein Nachfolge-Kandidat für Bobic sein könnte, reagierte Buchwald ausweichend: "Wichtig ist, dass man in Dortmund jetzt einen Punkt geholt hat und dass die Mannschaft eine tolle Leistung gezeigt hat, auf die man aufbauen kann. Alles andere wird die Zukunft zeigen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel