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Eichin ist seit Februar 2013 Geschäftsführer von Werder Bremen

Werder Bremen weist die gegen seinen U23-Spieler Maik Lukowicz erhobenen Vorwürfe, beim Torjubel einen Hitlergruß gezeigt zu haben, entschieden zurück und hat per Vereinsmitteilung rechtliche Schritte angekündigt.

"Diese Vorwürfe sind absolut haltlos und für unseren 19-Jährigen polnischen Stürmer eine Zumutung", sagte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin: "Wir sehen auch nach Ansicht des Videomaterials des VfB Lübeck keinen Grund für diese schwerwiegenden Unterstellungen."

Lübecks Vorstand Florian Möller hatte nach dem 2:2 im Regionalliga-Spiel gegen Bremen II auf der Internet-Plattform "Sportbuzzer" erklärt: "Die Situation war sehr heikel. Wir haben uns die Videoaufnahmen angesehen, und stellten fest, dass der Spieler mit der Nummer 16 tatsächlich diese Geste gemacht hat."

"Wer solche Beschuldigungen anhand von überzogenen Interpretationen aufstellt, sollte sich über die Tragweite bewusst sein. Hier wird ein junger Spieler in der Öffentlichkeit an den Pranger gestellt", entgegnete Eichin.

Lukowicz reagierte entsetzt auf die Vorwürfe.

"Das ist eine Farce, mich in so eine Ecke zu stellen. Ich distanziere mich ganz deutlich von diesem politischen Gedankengut. Ich habe beim Jubeln den Arm gehoben ohne jeden symbolischen Hintergrund", wird der Angreifer in der Werder-Pressemitteilung zitiert: "Es tut mir leid, wenn das Menschen anders interpretieren, aber es kann nicht sein, dass daraus solche schwerwiegenden Vorwürfe konstruiert werden, die mich öffentlich diffamieren."

Unabhängig der Vorwürfe gegen Lukowicz drohen Lübeck Konsequenzen nach der Viertliga-Partie vom vergangenen Freitag. Weil immer wieder Gegenstände von den Tribünen auf das Spielfeld in Richtung der Werder-Spieler geworfen worden waren, drohte Schiedsrichter Marcel Hass mit Spielabbruch.

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