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Salomon Kalou (l.) jubelt mit Änis Ben-Hatira

Stuttgart verschenkt in Berlin Tore, Herthas Kalou nimmt das gerne an. Die gute Tendenz des VfB ist schon wieder dahin.

Berlin - Kollektives Aufatmen in der Hauptstadt: Hertha BSC hat das Gerede von einer Berliner Krise dank des Doppeltorschützen Salomon Kalou beendet und zugleich den kleinen Höhenflug des VfB Stuttgart jäh gestoppt.

Die Berliner besiegten die Schwaben am Tag der Deutschen Einheit mit 3:2 (1:1) und feierten im siebten Spiel ihren zweiten Saisonsieg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die frühe Führung der Schwaben durch Moritz Leitner (5.) glich Kalou zunächst per Foulelfmeter aus (22.). Im zweiten Durchgang schloss der ivorische Stürmer einen Konter der Berliner eiskalt zum 2:1 ab (64.). (

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Roy Beerens sorgte mit seinem Treffer in der 74. Minute für die Vorentscheidung, Stuttgarts Anschlusstreffer durch ein Eigentor von Sandro Wagner (83.) kam zu spät.

Stuttgarter Rückschlag

Für Stuttgart bedeutet die Niederlage in der Hauptstadt einen erneuten Rückschlag. Nach dem zarten Aufschwung der vergangenen Woche (zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen) verpasste das Team von Coach Armin Veh einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller.

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Im Kampf gegen die sportliche Krise (fünf Punkte aus den ersten sechs Spielen) hatte Berlins Manager Michael Preetz vor der Partie eine deutliche Leistungssteigerung von seinen Profis gefordert.

"In der Lauf- und Einsatzbereitschaft müssen wir deutlich zulegen. Und nicht irgendwann, sondern sofort", sagte Preetz.

Preetz' Worte wirken

Die Worte des Sportdirektors zeigten Wirkung. Die Berliner zeigten von Beginn an reichlich Engagement und ließen sich selbst vom frühen Rückstand nicht schocken.

Ohne ihren verletzten Top-Torschützen Julian Schieber (3 Treffer) spielte die Hertha munter nach vorne, erarbeitete sich zahlreiche Chancen und gewann vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit verdient.

Berlin kommt nach vorne

Angetrieben vom agilen Änis Ben-Hatira spielte Berlin von Beginn an nach vorne. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Kalou, als er mit seinem Schuss an Kirschbaum scheiterte (22.). Kurz darauf machte er es besser und traf vom Punkt.

Auch in der Folge hatte Berlin mehr vom Spiel, doch der aufmerksame Thorsten Kirschbaum, der von VfB-Coach Armin Veh erneut für den langjährigen Stammkeeper Sven Ulreich in die Startelf beordert worden war, parierte gegen Ben-Hatira (28.) und Kalou (33.).

Beerens vergibt

Kurz vor der Pause hatte Beerens die größte Chance zur Berliner Führung, doch auch der Niederländer scheiterte mit seiner Direktabnahme am glänzend reagierenden Kirschbaum (44.).

Die beste VfB-Chance der ersten Hälfte vergab auf der anderen Seite Florian Klein. Beim Drehschuss des Mittelfeldspielers, der das 1:0 mit einer punktgenauen Hereingabe vorbereitet hatte, war Hertha-Schlussmann Thomas Kraft allerdings auf dem Posten (27.).

Auch im zweiten Abschnitt stand zunächst Kraft im Fokus, als er einen Kopfball des eingewechselten Timo Werner aus dem Torwinkel fischte und zur Ecke klärte (50.).

Stuttgart machte in der Folge allerdings zu wenig aus den Feldvorteilen und erspielte sich keine zwingenden Chancen. Einen leichtfertigen Ballverlust von Antonio Rüdiger in der Vorwärtsbewegung nutzten die Berliner schließlich zum 2:1.

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