Thomas Strunz analysiert in seiner SPORT1-Kolumne den Hoffenheimer Höhenflug und macht Julian Draxler als Schalker Problem aus.

Hallo Fußball-Freunde,

hinter Spitzenreiter überzeugt 1899 Hoffenheim in dieser Saison.

Hoffenheim hat eine gute Mannschaft vor allem in der Offensive. Sie haben die richtigen Schlüsse aus der letzten Saison gezogen und gut investiert.

Mit Oliver Baumann haben sie einen guten Torwart bekommen und Schwegler ist auch ein guter Transfer, denn er gibt der Mannschaft eine Struktur und hält ständig seine Position.

Mit Adam Szalai haben sie einen zusätzlichen Stürmer bekommen. Kevin Volland, Firmino und Tarik Elyounoussi komplettieren eine flexible Offensive.

Hoffenheim wird um die internationalen Plätze spielen. Das Problem wird sein: Wie lange können sie Topspieler wie Kevin Volland oder Firmino behalten?

Schalke hat bei den Hoffenheimern einmal mehr die Grenzen aufgezeigt bekommen.

Das Problem der Schalker liegt in der Mannschaft. Sie hat keine Basis, auf die sie auch in schlechten Momenten aufbauen kann. Es gibt keine Achse in der Mannschaft - kein Draxler, kein Boateng kann das im Moment leisten!

Das ist ein Strukturproblem der Mannschaft. Sie müssen besser zusammenarbeiten. Das muss die Mannschaft aber selber aufbauen und nicht der Trainer!

Julian Draxler ist natürlich ein weiterer Faktor: Er macht sich zu viel Druck, weil er das Gesicht der Mannschaft sein will. Seine freche Spielweise zeigt er gar nicht mehr, stattdessen grätscht er viel!

Zweites Sorgenkind im Revier ist Borussia Dortmund.

Das, was Dortmund über die Jahre ausgezeichnet hat, ist komplett weg. Pressing und das Gegenpressing funktionieren überhaupt nicht mehr.

Zudem können sie im Moment keine Chance kreieren. Sie haben ein Kreativproblem aufgrund der ganzen Verletzungen. Sie sind im Zentrum nicht stabil genug.

Das hat man gegen den Hamburger SV deutlich gesehen.

Beim HSV merkt man langsam, dass Dietmar Beiersdorfer gut eingekauft hat. Die Mannschaft findet sich langsam. Sie funktioniert immer mehr als Mannschaft, es ist eine Struktur erkennbar.

Valon Behrami beispielsweise ist eine Persönlichkeit und ein wirklicher Leader. Es mussten sich auch erst mal neue Führungshierarchien herauszubilden. Das ist ein gutes Zeichen, dass es jetzt langsam zu greifen scheint. Das gibt dem HSV eine neue Perspektive.

An der Spitze dominieren die Bayern bereits wieder die Liga. Der Kader ist dermaßen gut besetzt. Es gibt ja auch einige Spieler, die nicht bei der WM dabei waren. Robert Lewandowski oder Mehdi Benatia beispielsweise sind Spieler, die sich gut auf die Saison vorbereiten konnten. Das merkt man jetzt. Die ganzen Ausfälle können die Bayern sehr gut kompensieren.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

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