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Trainer Lucien Favre ist mächtig sauer und schimpft nach Schlusspfiff über den Schiedsrichter
Trainer Lucien Favre ist mächtig sauer und schimpft nach Schlusspfiff über den Schiedsrichter

Mönchengladbach - Ein Handelfmeter bringt Gladbachs Trainer auf die Palme. Aber auch Fehlschüsse lassen Lucien Favre gegen Mainz verzweifeln.

Lucien Favre winkte nach dem Abpfiff kurz ab, raufte sich anschließend die Haare.

Der Trainer von Borussia Mönchengladbach wirkte einmal mehr verzweifelt angesichts der Chancenverwertung seiner Profis.

Beim 1:1 (1:1) gegen Mainz 05 (Spielbericht) hatten Thorgan Hazard und vor allem Raffael kurz vor Schluss jeweils sogenannte Hundertprozentige vergeben, die den Hausherren den durchaus verdienten Sieg gebracht hätten.

"Ich dachte erst, es ware abseits. Daher war ich etwas überrascht. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir hätten den Sieg verdient gehabt", sagte ein trauriger Raffael nach dem Spiel.

Strittiger Handelfmeter

So aber gab es keinen Sieger im Verfolgerduell, in dem beide Teams den zweiten Platz anvisiert hatten.

Max Kruse (15.) mit einem Kunstschuss-Tor hatte die überlegenen Gladbacher zunächst in Führung gebracht.

Doch Jonas Hofmann (31.) nach einem strittigen Handelfmete gelang der Ausgleich.

Und während die Borussia mit 13 Punkten Dritter ist, folgen die Mainzer (11) auf Rang sechs - nichts war's hüben wie drüben mit dem Sprung auf Rang zwei als Bayern-Jäger.

Favre in Rage

Der Ausgleich brachte Favre zusätzlich auf die Palme.

"Beim Elfmeterpfiff war ich total überrascht. Das ist absurd. Wer diese Regel erfunden hat, hat nie in seinem Leben Fußball gespielt. Das ist unfair, Punkt", echauffierte sich der Schweizer über die Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Der Berliner hatte bei einer Abwehraktion von Julian Korb nach einer Flanke von Junior Diaz ein Handspiel gesehen und auf den Punkt gezeigt - was die Gladbacher erboste.

Ungeschlagen und Vereinsrekord

Immerhin: Durch das Remis bauten beide Teams aber ihre beeindruckenden Serien aus.

Gladbach ist erstmals seit der Meistersaison 1976/1977 nach sieben Spieltagen noch ungeschlagen, insgesamt hat die Mannschaft von Favre keines ihrer zwölf Pflichtspiele verloren.

Die ebenfalls noch ungeschlagenen Gäste stellten den Vereinsstartrekord aus der Saison 2010/'11 ein - und waren hinterher keineswegs niedergeschlagen.

Hjulmand zufrieden

"Wir sind sehr zufrieden", sagte Trainer Kasper Hjulmand. "Mönchengladbach ist eine der beste Mannschaften in Deutschland. Es ist schwierig, hier zu spielen.

Und der Däne ergänzte: "Die ersten Minuten waren nicht gut, dann wurde es besser und besser. Am Ende hatten wir natürlich auch etwas Glück. Aber man muss kämpfen, um Glück zu haben. Wir sind auf einem guten Weg, der Punkt ist sehr wichtig. Ich muss meine Spieler loben."

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