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Mesut Özil wechselte im Sommer 2013 von Real Madrid zum FC Arsenal

München - Der FC Bayern ist nach SPORT1-Informationen weder am DFB-Star noch an Sevillas Sportdirektor interessiert. Sammer bleibt.

Von Christian Ortlepp und Martin Volkmar

Viel Lärm um Nichts: Mesut Özil ist nach SPORT1-Informationen kein Thema beim FC Bayern.

Die englische Boulevardzeitung "Daily Mail" hatte zuvor berichtet, der deutsche Nationalspieler solle in der Winterpause für 40 Millionen Euro vom FC Arsenal nach München wechseln.

Allerdings macht ein Transfer allein schon deshalb keinen Sinn, weil Özil nach einer zu Wochenbeginn erlittenen Knieverletzung bis Ende des Jahres ausfällt.

Gut besetztes Mittelfeld

Zudem hat der FC Bayern aktuell im bestens besetzen Mittelfeld keinen Bedarf, da spätestens zur Rückrunde auch wieder mit den derzeit verletzten Bastian Schweinsteiger, Thiago Alcantara und Javi Martinez gerechnet wird.

Die "Daily Mail" brachte zudem Sami Khedira als Özil-Ersatz bei Arsenal ins Gespräch, obwohl dieser ebenfalls verletzt ist und zudem von Real Madrid ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen haben soll.

Darüber hinaus will das konkurrierende Boulevardblatt "Daily Express" von einem Arsenal-Interesse an Schalkes Julian Draxler und am Dortmunder Mats Hummels erfahren haben. Dies dürfte aber zumindest im Winter ebenso unwahrscheinlich sein wie ein Özil-Abgang in Richtung Bayern.

Auch neuer Sportdirektor kein Thema

Und auch an einem Wechsel von Ramon Rodriguez Verdejo, Sportdirektor des FC Sevilla, ist nach Informationen von SPORT1 nichts dran.

Nach Angaben der Sportzeitung "El Mundo Deportivo" aus Barcelona sollen Pep Guardiola und sein Bruder Pere dem 46-jährigen Verdejo bei einem Treffen in München ein Angebot unterbreitet haben.

Rodriguez will den FC Sevilla angeblich trotz eines noch drei Jahre laufenden Vertrags auf jeden Fall am Saisonende verlassen. Sein Ziel sei aber der FC Barcelona, wenn dort Interesse bestehe. Zudem gebe es Angebote von Real Madrid sowie den Tottenham Hotspurs und Zenit St. Petersburg.

FC Bayern mit Rekordumsatz

Interessant ist die Meldung auch vor dem Hintergrund der weiterhin ausstehenden Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Matthias Sammer. Doch diese soll spätestens bei der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters Ende November erfolgen.

Dann wird Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen auch einen neuen Rekord verkünden können. Der Double-Sieger steigerte seinen Umsatz um 22 Prozent auf 528 Millionen Euro und übertraf damit erstmals die Marke von einer halben Milliarde. Einen entsprechenden Bericht des "Focus" bestätigte der Verein am Sonntagnachmittag.

Durch deutliche Zuwächse bei Sponsoren-Einnahmen und Merchandising-Erlösen konnte der FCB demnach seinen Gewinn von 14 auf 16,5 Millionen Euro steigern.

Arena fürher abgezahlt als geplant

Bayern ist damit der finanzstärkste Verein der Welt. "Sportlich sind die Bayern schon lange auf Augenhöhe mit Real Madrid oder Manchester United. Nun spielt der FC Bayern aber auch wirtschaftlich bei den ganz Großen des Weltfußballs mit", erklärte Christian Weber vom Institut für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Zudem hat der FC Bayern alte Darlehen für die Allianz Arena abgelöst und sein 340-Millionen Euro teures Stadion damit bereits nach zehn Jahren abbezahlt. Ursprünglich waren für dieses Ziel 25 Jahre angesetzt gewesen.

Präsident Karl Hopfner hatte bei SPORT1 bereits im September erklärt, man sei "auf dem besten Weg dazu, dieses Restdarlehen abzubauen". 

Der Konkurrenz weit voraus

Im Februar war die Allianz für 110 Millionen Euro beim FC Bayern eingestiegen und hatte dafür 8,33 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG erhalten.

Bayerns Liquidität beträgt nach Informationen des "Focus" mindestens 100 Millionen Euro, der Spielerkader sei 570 Millionen Euro wert.

Auch beim Merchandising knackt der Rekordmeister wieder Bestmarken. 1,2 Millionen Trikots des FCB wurden verkauft - mehr als von allen anderen 17 Bundesligisten zusammen. Insgesamt sollen sich die Merchandising-Einnahmen des FC Bayern auf 105 Millionen Euro belaufen (Vorjahr: 82,8 Millionen).

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