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Borussia Dortmund-Klopp-Immobile-Mkhitaryan

Reus, Gündogan, Mkhitaryan: Beim beschwerlichen Weg aus der Krise kann Borussia Dortmund auf seine prominenten Rückkehrer setzen.

Dortmund/München - Jürgen Klopp richtet den Blick nach vorn, die Dortmunder Krise soll in Müngersdorf enden (News: Klopp ruft Neustart aus).

"Für uns beginnt jetzt der Rest der Saison", sagt der BVB-Trainer vor dem Gastspiel beim 1. FC Köln am Samstag (Sa. 15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER).

Die Aufbruchstimmung rund um den Vizemeister ist spürbar in diesen Tagen, und sie ist eng verknüpft mit der Rückkehr von Ilkay Gündogan, Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan.

Das ersehnte Comeback der kreativen Köpfe soll dem Tabellen-13. den Weg aus der Krise weisen, doch Klopp mahnt zugleich: "Wir haben deutlich zu wenig Punkte und nicht viele positive Ergebnisse - natürlich hoffen alle, dass die Jungs mit den klingenden Namen gleich zu 100 Prozent auf dem Platz stehen."

Man dürfte aber "nicht glauben, dass wir jetzt automatisch die Spiele gewinnen."

Mkhitaryan in der Startelf

In die Startformation dürfte es wohl nur Mkhitaryan schaffen, dennoch entwickelt vor allem Gündogans Rückkehr in den Kader Symbolwirkung.

Es wäre der erste Pflichtspiel-Einsatz für den zentralen Mittelfeldspieler seit 430 Tagen. Seine Rückenleiden gehören der Vergangenheit an, und auch die Mannschaft will ihre jüngsten Schwächen überwinden.

Denn zuletzt hatte der intensive BVB-Fußball in der Bundesliga auch immer wieder Löcher in die eigenen Reihen gerissen.

Zwölf Gegentore in sieben Spielen sind zu viel für die Ansprüche des Vizemeisters, der mit sieben Zählern nur einen Punkt mehr auf dem Konto hat, als der Aufsteiger aus Köln.

13 Profis unterwegs

Die Länderspielpause kam der Borussia daher gelegen, obwohl gleich 13 Profis mit ihren Auswahlteams unterwegs waren.

"In diesem Fall hat die Bundesligapause gut getan", sagte auch Sportdirektor Michael Zorc im "kicker": "Wir arbeiten sehr daran, den Dreh zu finden."

Und dennoch mahnt der 52-Jährige zur Geduld, die Probleme ließen sich "sicher nicht in zwei Tagen" lösen: "Wir müssen vor allem in der Defensive konzentrierter an die Sache herangehen und Fehlerquellen vermeiden."

Eine grundsätzlich defensivere Herangehensweise steht laut Klopp dabei allerdings nicht auf dem Plan.

"Wir kennen unsere Probleme", sagt der 47-Jährige, "wir werden aber keinen Bus vor das Tor stellen. Wir müssen unserer Herangehensweise nicht verändern, nur die Umsetzung."

Defensivstärke und Durchschlagskraft

Die Balance aus Defensivstärke und offensiver Durchschlagskraft sucht auch der Gegner aus Köln. Die ersten vier Saisonspiele hatte die Mannschaft von Trainer Peter Stöger noch erstaunlich souverän ohne Gegentor überstanden.

Zuletzt setzte es jedoch gleich drei Niederlagen in Folge, U21-Nationaltorhüter Timo Horn musste dabei sechsmal hinter sich greifen.

Mut machte dennoch das vergangene Spiel bei Eintracht Frankfurt (2:3), in dem die Mannschaft über weite Phasen schnell und zielstrebig nach vorne spielte, offensiv die mit Abstand beste Saisonleistung zeigte.

"Europäische Spitzenmannschaft"

"Alles, was eine Mannschaft braucht, damit sie Spiele gewinnen kann, zeigen wir", sagte Stöger dem "kicker" - und ein Sieg gegen die "europäische Spitzenmannschaft" (Stöger) könnte dem Team einen gewaltigen Schub liefern.

"Jedes Spiel gegen Dortmund ist eine riesige Herausforderung und natürlich auch eine große Chance, eine Überraschung zu liefern."

Bei einer weiteren Niederlage stünde der "neue" 1. FC Köln allerdings vor seinem ersten Stresstest. Die bislang so besonnen agierende sportliche Führung und die junge Mannschaft sind dann gefordert.

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