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Schalke beglückwünscht Klaas-Jan Huntelaar zu dessen 13. Bundesliga-Tor im Jahr 2014. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 8. Spieltags
Schalke beglückwünscht Klaas-Jan Huntelaar zu dessen 13. Bundesliga-Tor im Jahr 2014

Gelsenkirchen - Dank der Treffer von Huntelaar und Draxler besiegt Schalke die Hertha, ohne vollends zu überzeugen. Di Matteos Einstand glückt.

Trainer Roberto Di Matteo ist ein Traumeinstand beim Schalke 04 gelungen. Im Samstagabendspiel des 8. Spieltags feierte der Nachfolger des in der Länderspielpause beurlaubten Jens Keller ein 2:0 (1:0) gegen Hertha BSC.

Dabei ließen die Schalker unter ihrem neuen Übungsleiter bereits erste Fortschritte erkennen. Hertha agierte nur vereinzelt auf Augenhöhe und konnte die vierte Saisonniederlage nicht abwenden.

Torjäger Klaas-Jan Huntelaar brachte die Hausherren nach einer präzisen Hereingabe von Nationalspieler Julian Draxler in Führung (19.). (

In der zweiten Halbzeit sorgte Draxler nach einem Solo für die Entscheidung (65.). Durch den Erfolg ging S04 mit elf Punkten auf Tuchfühlung mit den internationalen Plätzen, Berlin (8) muss sich weiter nach unten orientieren.

Endlich kein Gegentor

"Die Stimmung war unglaublich", freute sich Di Matteo nach dem Spiel bei Sky. "Es war kein superspektakuläres Spiel, aber wichtig sind die drei Punkte. Und die Fans sind zufrieden, dass wir kein Gegentor kassiert haben. Das ist zuletzt ja nicht so oft vorgekommen."

Herthas Coach Jos Luhukay resümierte: "Wir haben sehr aktiv gespielt. Schalke hat sich weit zurückgezogen, sehr gut verteidigt und wollte nur mit Kontern zum Erfolg kommen. Heute war Schalke zwei Tore besser."

Di Matteo mit Applaus begrüßt

Die Fans in der Veltins-Arena hatten Di Matteo einen warmen Empfang bereitet und den neuen Coach mit lautstarkem Applaus begrüßt.

Der in feinem Zwirn gekleidete Italo-Schweizer präsentierte sich als Aktivposten an der Seitenlinie, gestikulierte viel und gab seiner Mannschaft immer wieder lautstark Anweisungen.

Schalke ungenau

Und in den ersten Minuten hatte Di Matteo einiges zu korrigieren. Den Schalkern fehlte im Zusammenspiel noch die Genauigkeit, die Zuteilung in der Abwehr dagegen funktionierte weitgehend.

Wie Di Matteo sich das Offensivspiel vorstellt, zeigte einige Male Kevin-Prince Boateng, der in der Mittelfeldzentrale das Spiel lenken durfte.

http://youtu.be/_O-WjipzdzM

Huntelaar scheitert aus fünf Metern

Der 27-Jährige spielte Eric Maxim Choupo-Moting auf der rechten Seite frei, dessen Hereingabe setzte Huntelaar aber freistehend aus knapp fünf Metern am Tor vorbei (8.). Besser machte es der Niederländer rund zehn Minuten später per Kopf.

Auch die Berliner versteckten sich zunächst nicht und kamen über die linke Seite immer wieder zu Möglichkeiten. Die beste Chance ließ Peter Pekarik liegen, dessen Schuss nur am Außennetz landete (14.).

Hertha zunächst mutig

Bis zur Pause blieb das Team von Trainer Jos Luhukay, das nach dem 3:2 gegen den VfB Stuttgart selbstbewusst und ohne veränderte Startaufstellung antrat, mutig. Dabei suchten die Berliner häufig Salomon Kalou, der erneut als einzige Spitze spielte, dabei aber keine Akzente setzte.

In Di Matteo traf der Ivorer auf seinen Ex-Coach, mit der 2012 mit dem FC Chelsea die Champions League gewonnen hatte. Beide umarmten sich vor dem Spiel im Kabinengang herzlich und tauschten sich kurz aus.

Schalker Abwehr besser

Bei Schalke war auch nach dem Seitenwechsel das von Di Matteo geforderte verbesserte Defensivverhalten zu erkennen. Besonders die Außen Draxler und Choupo-Moting wurden stärker als gewohnt in die Abwehraufgaben eingebunden.

Berlin war zwar um den Ausgleich bemüht, fand gegen die kompakten Gastgeber jedoch kaum ein Durchkommen.

Die Stabilität in der Defensive war auch dem wiedergenesenden Kapitän Benedikt Höwedes zu verdanken, der in der Innenverteidigung neben Kaan Ayhan ein gutes Spiel machte. Nachdem sich Hertha mehrfach am Schalker Strafraum festgespielt hatte, brach Draxler die Gegenwehr.

Sein Distanzschuss wurde noch von Kapitän Fabian Lustenberger abgefälscht. Herthas beste Chance im zweiten Durchgang durch Roy Beerens vereitelte S04-Keeper Ralf Fährmann (76.).

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