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Andre Breitenreiter (r.) erlebt als Trainer erst seine zweite Profi-Saison. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 8. Spieltags
Andre Breitenreiter (r.) erlebt als Trainer erst seine zweite Profi-Saison

Paderborn - Frankfurt führt zunächst in Paderborn, hat am Ende aber nichts entgegenzusetzen. Grund dafür sind Breitenreiters Entscheidungen.

Andre Breitenreiter konnte sein Glück kaum fassen. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht blickte der Trainer des SC Paderborn auf die noch Minuten nach dem Abpfiff feiernden Zuschauer.

Mit einem 3:1 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt hat sich der Aufsteiger als Siebter weiter von der Abstiegszone entfernt und Breitenreiter hatte daran großen Anteil.

Mit den Torschützen Marvin Duksch (66.) und Stefan Kutschke (85.) wechselte der SCP-Coach den Sieg nach dem Rückstand durch Alexander Meier (57.) ein.

Für die Paderborner Führung hatte Kapitän Uwe Hünemeier (79.) gesorgt. "Wir sind ruhig geblieben und haben geduldig weiter gespielt. Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen. Nach den Umstellungen haben wir Vollgas gegeben", sagte Mario Vrancic und lobte damit auch Breitenreiters taktische Maßnahmen.

Paderborn hinten raus stark

Zweiter entscheidender Erfolgsfaktor: Breitenreiter hat die Mannschaft derart fit bekommen in der Vorbereitung, dass sie im Moment eben in der zweiten Hälfte Gas geben kann. Wieder einmal rannten die Paderborner insgesamt deutlich mehr als der Gegner, diesmal zusammengerechnet knapp sieben Kilometer.

So klang Paderborns 2:1 bei SPORT1.fm:

"Der Spirit und die Fitness dieser Mannschaft waren heute außerordentlich", zeigte sich Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen bei SPORT1.fm überrascht. "Es wird für viele sehr schwierig werden, hier in Paderborn zu Punkten zu kommen."

Heribert Bruchhagen im Interview bei SPORT1.fm:

Breitenreiters Truppe baut in der Schlussphase eben nicht so schnell ab wie der Gegner: Die Treffer von Hünemeier und Kutschke waren bereits die Saisontore fünf und sechs in der letzten Viertelstunde.

Breitenreiter lobt Siegeswillen

Paderborns Trainer selbst stellte die Spieler in den Vordergrund. "Die zweite Halbzeit war geprägt von absolutem Siegeswillen", sagte er bei Sky. "Wir haben eine geile Mannschaft. Sie glaubt an sich."

Die Gäste verpassten den dritten Sieg in Serie und den Sprung auf Platz drei. "Nach dem 1:1 hatten wir noch ein, zwei Chancen. Aber insgesamt standen wir in der Defensive viel zu weit auseinander", sagte ein enttäuschter Bastian Oczipka. Die Hessen sind nun punktgleich mit Paderborn Achter.

Nach einer müden Anfangsphase vergab zunächst Elias Kachunga die beste Chance bei einem schnellen Gegenstoß des SCP, der Stürmer verwertete eine Hereingabe von Süleyman Koc nicht (11.).

Glück für Inui

Frankfurts Takashi Inui hatte Glück, dass Schiedsrichter Deniz Aytekin bei einem Handspiel des Mittelfeldspielers keinen Elfmeter für Paderborn gab (44.).

Nach der Pause nutzte die Eintracht ihre erste echte Gelegenheit. Meier schloss eine sehenswerte Kombination über Bastian Oczipka und Inui präzise ab, es war bereits der fünfte Saisontreffer des Kapitäns.

Für den verdienten Ausgleich sorgte der zwei Minuten zuvor eingewechselte Duksch mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel. Innenverteidiger Hünemeier legte mit einem Flachschuss nach, ehe Kutschke nach einem Konter für die Entscheidung sorgte.

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