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Xabi Alonso-Pep Guardiola-FC Bayern-Training
Xabi Alonso (l.) wechselte im Sommer 2014 von Real Madrid zum FC Bayern

München - Die erneute Verletzung von Guardiolas Wunschspieler birgt Gefahren für den FC Bayern. Die Allzwecklösung ist 32 Jahre alt.

München - Am Dienstag war die Welt beim FC Bayern noch in Ordnung.

Vor dem Spiel gegen Werder Bremen (Sa. 15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) trainierte Thiago Alcantara zusammen mit der Mannschaft auf dem Rasen an der Säbener Straße.

Und Mitspieler Xabi Alonso sagte, angesprochen auf ein eventuelles Comeback seines Landsmanns, Sätze wie: "Das sind großartige Neuigkeiten. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft."

Wenige Tage später ist alles anders: Thiago hat sich im Training erneut das Innenband im rechten Knie angerissen und muss operiert werden. Er fällt mindestens bis zum Jahresende aus.

Die Frage um die richtige Behandlungsmethode und der Konflikt zwischen Trainer Pep Guardiola und Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt werden damit zum Politikum bei den Bayern.

Die Teamkollegen sendeten Thiago sofort aufmunternde Genesungswünsche.

Thiago fehlt bereits seit Ende März

Aber was bedeutet der Ausfall im System des FC Bayern?

Auf den ersten Blick wenig, schließlich fehlt Thiago bereits seit Ende März, und doch liegen die Bayern in allen Wettbewerben auf Kurs. Kurzfristig ist Thiago, dessen Innenband nun schon zum dritten Mal innerhalb von sieben Monaten geschädigt wurde, also zu ersetzen.

Mittelfristig stellt der Ausfall des Mittelfeldspielers die Bayern aber durchaus vor Probleme und könnte den Erfolg in dieser Saison gefährden.

Xabi Alonso, die Ein-Mann-Lösung

Weil derzeit auch Bastian Schweinsteiger (Patellasehnenprobleme) und Javier Martinez (Knie-OP) verletzt sind, ist die Personaldecke im defensiven Mittelfeld extrem dünn.

Der kurz vor der Transferphase verpflichtete Xabi Alonso ist derzeit faktisch der einzige gelernte defensive Mittelfeldspieler beim FC Bayern, der einsatzbereit ist. Dass Guardiola Philipp Lahm gerne auf dieser Position spielen lässt und auch David Alaba als Option für diese Position sieht, eröffnet immerhin Alternativen.

Trotzdem wird den Bayern ein Antreiber wie Thiago, der schnell, trickreich und auch offensivstark ist, mit jeder Woche mehr abgehen.

Bisher fängt Alonso all die Ausfälle erstaunlich gut alleine ab, vereint die Stärken von Thiago, Schweinsteiger und dem abgewanderten Toni Kroos in einer Person.

Noch ist alles relativ in Ordnung

Auch die neue Hiobsbotschaft erschüttert die Münchner nicht bis ins Mark. Noch deutet wenig auf einen Leistungsabfall beim Rekordmeister hin.

Insofern ist die Welt aus Klubsicht auch noch am Freitag relativ in Ordnung.

Doch der Blick von Pep Guardiola dürfte noch öfter ins Lazarett schweifen. Zur K.o.-Runde in der Champions League und zur heißen Saisonphase in der Bundesliga hätte er seine erste Wunschverpflichtung sicher gerne wieder dabei.

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