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Pierre-Michel Lasogga wechselte von Hertha BSC zum HSV

Torwart-Idol Uli Stein hat harte Kritik an dem in dieser Saison noch torlosen Hamburger Angreifer Pierre-Michel Lasogga geübt.

Lasogga sei von der Sorte Spieler, "die bei uns früher wahrscheinlich nur das Ballnetz getragen hätten, die beim HSV zu meiner Zeit nie gespielt hätten, aber heute werden diese Spieler mit sechs oder acht Millionen gehandelt", sagte Stein in einem Interview für die "NDR 2 Bundesliga-Show".

Lasogga, der den HSV in der Vorsaison mit seinen Toren vor dem Abstieg gerettet hat, fehle es schlicht an der Qualität, sagte Stein: "Lasogga ist ein Typ, da musst du 90 Minuten rechts und links nur Flanken schlagen, dann ist er vielleicht gefährlich. Aber Fußball spielen kann er nicht, er ist kein guter Fußballer."

Auch der ehemalige HSV-Coach Thomas Doll ließ im SPORT1-Interview Kritik an Lasogga anklingen.

Lasogga solle sich auf sein Ding konzentrieren. "Er ist im Zentrum wichtig und da sollte er fighten", sagte Doll.

Harte Worte fand Stein auch für Kapitän Rafael van der Vaart, der nach überstandenen Wadenproblemen gegen Borussia Dortmund sein Comeback beim Tabellenletzten geben könnte. Stein monierte vor allem die vermeintlich mangelnde Laufleistung des Niederländers: "Man hat immer das Gefühl, der HSV spielt Zehn gegen Elf, wenn van der Vaart spielt. Da denkt man, es ist ein Mann weniger auf dem Platz."

Der Bundesliga-Dino hat nach sechs Spielen erst zwei Punkte geholt und gerade einmal einen Treffer erzielt.

Uli Stein reagierte zudem verständnislos auf den Zeitpunkt des Trainerwechsels: "Wenn man nach vier oder fünf Spielen den Trainer wechselt, dann war es zu spät."

Stein spielte zwischen 1980 und 1987 sowie in der Saison 1994/95 für den HSV. Mit den Hanseaten gewann er 1983 den Europapokal der Landesmeister, wurde zweimal Deutscher Meister (1982 und 1983) und holte den DFB-Pokal (1987).

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