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Nordrhein-Westfalen will Polizeikräfte in Stadien reduzieren

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hat eine negative Bilanz über Polizeieinsätze bei Spielen der Fußball-Bundesliga und 2. Liga in der Saison 2013/14 gezogen.

Laut des Jahresberichtes des NRW-Innenministeriums haben Polizeibehörden bundesweit fast zwei Millionen Einsatzstunden investiert.

"Dieser Trend darf so nicht weitergehen. Knapp 1500 Polizistinnen und Polizisten haben so ein ganzes Jahr lang keine andere Aufgabe, als ausschließlich Fußballspiele zu begleiten. Das kann man dem Bürger nicht mehr erklären", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Freitag in Düsseldorf.

Deshalb habe Nordrhein-Westfalen zur neuen Saison ein Pilotprojekt bei Fußballspielen gestartet, das neue Akzente bei der Planung von Einsätzen umsetzt.

"Der Erfolg gibt uns recht", berichtete Jäger. Bei den vergleichbaren Begegnungen aus der Pilotphase reduzierte sich die Zahl der eingesetzten Beamten in den ersten zwei Monaten um mehr als 1100. Das ist ein Minus von über 20 Prozent.

Angestiegen ist laut Jahresbericht der ZIS die Zahl der verletzten Personen in der vergangenen Saison. 1281 Menschen waren betroffen.

Im langfristigen Vergleich habe sich ein Negativtrend bestätigt, denn bei den Einsatzstunden und Strafverfahren sei die Zahl in den vergangenen zwölf Jahren mit wenigen Ausnahmen kontinuierlich gestiegen, heißt es in dem Bericht.

Jäger machte aber auch deutlich, dass die Polizei die Verfolgung von Straftätern bei Fußballspielen intensiv fortsetzen werde.

"Die Polizisten gehen weiterhin konsequent gegen jede Form von Gewalt vor", betonte der Minister. "Die friedlichen Fans können sich auf die Polizei verlassen."

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