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Alexander Rosen ist seit April 2013 Leiter Profifußball bei 1899 Hoffenheim

Etwa ein Jahr nach dem Phantomtor von Stefan Kießling hat Sportdirektor Alexander Rosen vom damals leidtragenden Bundesligisten 1899 Hoffenheim die Einführung der Torlinientechnik gefordert.

"Wir dürfen uns den Neuerungen nicht verschließen. Die Technik verändert nicht den Charakter unseres Sports, sondern regelt im Sinn aller Beteiligten einfach und schnell die elementare Entscheidung über Tor und kein Tor", sagte Rosen mit Blick auf die Abstimmung der Bundesligisten im Dezember.

Rosen geht davon aus, dass die notwendige Zweidrittel-Mehrheit bei der Versammlung der Klubs zustande kommen wird.

"Mein Gefühl sagt mir, dass wir diesmal diesen Schritt gehen", sagte Rosen: "Der Fußball wird dadurch nicht klinisch oder steril, und es wird jeden Spieltag weiterhin ganz bestimmt genügend diskussionswürdige Ereignisse geben, da mache ich mir keine Sorgen."

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die Technik für die Bundesliga vor zwei Wochen offiziell ausgeschrieben. Die Einführung ist frühestens zur kommenden Saison geplant.

Im Dezember werden die Erstligisten über den Antrag von Rekordmeister Bayern München abstimmen.

Bei der Mitgliederversammlung im März war die erforderliche Zweidrittelmehrheit unter den 36 Klubs der 1. und 2. Liga für die Neuerung nicht erreicht worden. Nun soll die Technik nur für die Eliteklasse kommen.

Die erneute Debatte über die Technik war nach dem nicht anerkannten Treffer des Dortmunders Mats Hummels im DFB-Pokalfinale zwischen den Bayern und Borussia Dortmund (2:0 n.V.) aufgekommen.

Falls sich die Vereine für die Technik entscheiden, will sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) anschließen. Dann soll die Technik ab den Viertelfinals im Pokal zum Einsatz kommen.

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