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Nach dem Spiel zwischen Schalke und Hertha wurden Polizisten verletzt

Die Gewerkschaft der Polizei Niedersachsen hat die Reduzierung der Einsatzkräfte rund um Spiele der Bundesliga in Nordrhein-Westfalen kritisiert.

"Die Einsatzleitung vor Ort entscheidet über die polizeiliche Taktik und den Kräftebedarf, und das muss auch so bleiben", sagte der niedersächsische GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff: "Die politischen Vorgaben in NRW haben sich nicht bewährt und stellen kein brauchbares Mittel zur Reduzierung der Einsatzbelastung dar."

Bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Fans waren im Anschluss an das Samstagabendspiel des 8. Spieltags zwischen Schalke 04 und Hertha BSC (2:0) zwölf Polizisten verletzt worden. Drei Beamte mussten ihre Verletzungen im Krankenhaus ärztlich versorgen lassen.

Ein Randalierer wurde vorläufig festgenommen.

Nordrhein-Westfalen hatte in der Diskussion um die Einsatzkosten der Bereitschaftspolizei bei Bundesliga-Spielen ein Pilot-Projekt beschlossen, nach dem bei ausgewählten Partien weniger Polizisten zum Einsatz kommen. Das Spiel zwischen Schalke und Berlin war als Nichtrisikospiel eingestuft worden.

"Die GdP geht davon aus, dass die polizeiliche Linie in Niedersachsen auch künftig beibehalten wird, sagte Schilff, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP ist.

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