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Klaus Filbry ist seit 2010 Geschäftsführer von Werder Bremen

Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung von Werder Bremen, hat den Beschluss des Bundeslands Bremen, ab Dezember für entstehende Mehrkosten bei Polizeieinsätzen während Risikospielen die Deutsche Fußball Liga (DFL) zur Kasse zu bitten, heftig kritisiert.

"Wir glauben, es ist der falsche Weg. Es ist ein Umverteilungsweg, der löst die Probleme nicht", sagte der 47-Jährige am Donnerstagabend nach der Entscheidung der rot-grünen Regierung.

Filbry erklärte, dass aus seiner Sicht der von der DFL erlassene Zehn-Punkte-Plan mit den Schwerpunkten Gewaltprävention und täterorientierte Aufklärung "der richtige Weg" sei. "Mit dem Ausscheren aus der Solidargemeinschaft, den die Bremer nun gewählt haben, gefährdet man diesen Weg", setzte er hinzu.

Zentraler Punkt der Neuregelung ist das Vorhaben der Landesregierung, die zusätzlichen Kosten für sogenannte Hochsicherheitsspiele der DFL in Rechnung zu stellen. Schätzungen zufolge kostet die Überwachung solcher Begegnungen rund 250.000 Euro zusätzlich pro Einsatz.

Das Geld werde sich die DFL aber von Werder zurückholen: "Man kann davon ausgehen, dass wir in der Zeit des schwebenden Verfahrens aus Frankfurt etwas weniger Geld bekommen", sagte Filbry, der versicherte, man werde das Urteil juristisch anfechten: "Es wird durch alle Instanzen gehen, das kann drei bis vier Jahre dauern."

Erstmals soll das neue Gesetz bei der Partie Werder Bremen gegen Hannover 96 am 13. Dezember greifen.

Als Risikopartien gelten zudem die Gastspiele des Hamburger SV Mitte April 2015 sowie von Eintracht Frankfurt am ersten Maiwochenende 2015.

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