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Nach dem Spiel in Berlin gab es mehrere Verletzte

In der Diskussion über die Bezahlung der Polizeikosten in der Bundesliga hat der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) seinen Bremer Kollegen Ulrich Mäurer (SPD) für die jüngste Entscheidung der Bürgerschaft heftig kritisiert.

"Offensichtlich ist es so, dass das klamme Land auf Kosten des Sports seinen Haushalt sanieren möchte. Mit der Entscheidung hat sich Bremen selbst ins Abseits gestellt. Ich hoffe nicht, dass andere Länder sich daran ein Beispiel nehmen", sagte Beuth, zugleich auch Vorsitzender der Sportministerkonferenz der Länder, bei "Sky Sport News HD".

Für Hessen schloss Beuth das Bremer Modell aus: "Wir haben solche Überlegungen nicht, denn wir gefährden damit viele Sportveranstaltungen - und nicht nur die großen Fußballveranstaltungen", sagte der Politiker: "Ob ein Triathlon oder ein Marathon oder auch Sportveranstaltungen in niedrigen Ligen, wo gelegentlich die Polizei zum Einsatz kommt - all das würde nicht mehr stattfinden können, wenn die Polizei dafür bezahlt werden müsste."

Die Bremer Bürgerschaft hatte am Mittwoch beschlossen, die Deutsche Fußball Liga (DFL) ab sofort für entstehende Mehrkosten bei Polizeieinsätzen während Risikospielen an der Weser zur Kasse zu bitten.

Der Alleingang der Bremer Bürgerschaft hat für viel Wirbel gesorgt. Ligaboss Reinhard Rauball kündigte an, notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu wollen, sollte dem Ligaverband eine Rechnung aus Bremen zugestellt werden.

Schätzungen zufolge fallen durch die Überwachung eines Risikospiels Mehrkosten von rund 250.000 Euro pro Partie an.

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