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Vladimir Darida trifft in Köln zum 1:0-Sieg für Freiburg. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 10. Spieltags

Köln - Ein glänzend aufgelegter Vladimir Darida führt den SC Freiburg beim 1. FC Köln zum ersten Saisonsieg. Der FC enttäuscht auf ganzer Linie.

Der SC Freiburg hat den ersten Bundesliga-Sieg seit über einem halben Jahr gefeiert und darf im Abstiegskampf auf die Wende hoffen.

Die Breisgauer setzten sich bei Aufsteiger 1. FC Köln mit 1:0 (0:0) durch und verbuchten den ersten Erfolg nach zwölf Ligaspielen. Vladimir Darida beendete per Handelfmeter (50.) die längste Negativserie unter Trainer Christian Streich.

Freiburg überholt den BVB

Mit acht Punkten liegt Freiburg auf dem Relegationsrang 16 - noch vor Vizemeister Borussia Dortmund, der durch den Dreier der Breisgauer auf den direkten Abstiegsplatz 17 abrutschte.

Die Kölner, neun Tage vor Beginn der jecken Zeit im eigens entworfenen Karnevalstrikot aufgelaufen, verpassten dagegen den dritten Bundesligasieg in Folge und sind mit zwölf Punkten Elfter.

Vor 49.500 Zuschauern waren die Gastgeber erstmals in dieser Saison als Favorit ins Spiel gegangen und mussten damit auch in die ungeliebte Rolle der spielgestaltenden Mannschaft schlüpfen.

Kaum Höhepunkte vor der Pause

Die Freiburger standen tiefer in der eigenen Hälfte und der FC hatte sichtlich Probleme, Torchancen zu erspielen. Da Freiburg bei den eigenen Versuchen jedoch auch keine Mittel gegen die bis dahin drittbeste Defensive der Liga fand, entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein fades Spiel ohne echte Höhepunkte.

Vier Tage vor dem Auftritt in Köln hatte Freiburg im DFB-Pokalspiel beim Zweitligisten 1860 München durch einen 5:2-Sieg neuen Mut geschöpft.

"Da haben wir wieder miteinander Fußball gespielt", sagte Streich, "das war Freiburg." In Köln blieb zunächst zwar vieles Stückwerk, die gefährlicheren Szenen bis zur Pause gehörten dennoch dem SC. Zweimal verfehlten Distanzschüsse von Darida jedoch ihr Ziel (16./34.).

Darida verwandelt Handelfmeter

Die Kölner Fans mussten bis zur 42. Minute auf eine echte Möglichkeit ihrer Mannschaft warten: Yuya Osako spitzelte den Ball knapp am Tor vorbei. Der japanische Nationalspieler spielte erstmals seit einem Monat von Beginn an, nachdem der bislang gesetzte Marcel Risse sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte.

Nach der Pause drohte ein ähnliches Bild, doch ein unvorsichtiger Einsatz von Mergim Mavraj machte das erste Tor des Spiels möglich: Kölns Verteidiger grätschte mit ausgefahrenem Arm in eine Flanke von Admir Mehmedi, Schiedsrichter Peter Gagelmann entschied zu Recht auf Handelfmeter.

Darida verwandelte sicher gegen Timo Horn, der noch am Dienstag im Pokal beim MSV Duisburg (4:1 i.E.) zwei Elfmeter gehalten hatte.

Osako-Tor findet keine Anerkennung

In der Folge stand der SC weiter sicher. Die Kölner agierten in Strafraumnähe dagegen unentschlossen, Chancen erspielten sich weiterhin nur die Gäste: Darida (67.) prüfte Horn mit einem weiteren gefährlichen Schuss aus der Distanz, wenig später parierte der Keeper einen Versuch des Ex-Kölners Sebastian Freis (72.).

Erst in der 88. Minute wurde es bei einer Doppelchance der Kölner noch einmal hektisch im Freiburger Strafraum. Osako versenkte den Ball nach einem abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe sogar im Tor, stand dabei aber deutlich im Abseits.

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