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Seit Sommer 2012 steht Jos Luhukay bei Hertha BSC unter Vertrag

Berlin - Hertha BSC taumelt Richtung Abstiegszone. Maik Franz ist "angst und bange", rüffelt bei SPORT1.fm Trainer und Spieler.

Von Holger Luhmann, Markus Herwig und Andreas Ziepa

Zumindest nach dem Spiel zeigte Marvin Plattenhardt Klasse und Größe.

"Beim ersten Tor komme ich einen Schritt zu spät und beim zweiten Tor ist es ganz klar mein Patzer", sagte der Linksverteidiger selbstkritisch zu SPORT1 und fügte hinzu: "Es war für mich heute kein schöner Tag."

Dies galt auch für die Hertha im Allgemeinen. Nach dem 0:2 gegen Hannover 96 sind die Hauptstädter in der Bundesliga auf Platz 13 abgerutscht.

Luhukay fordert: "Ruhe bewahren"

Erst das Aus im DFB-Pokal bei Arminia Bielefeld, dann die Pleiten bei Aufsteiger Paderborn und nun gegen Hannover - die Hertha befindet sich in einem gefährlichen Abwärtsstrudel.

Trainer Jos Luhukay ist um Ruhe bemüht.

"Gemeinsam werden wir nun versuchen, die Mannschaft wieder aufzurichten", sagte Trainer Jos Luhukay: "Wir müssen intern die Ruhe bewahren, dann wird es sich auf Dauer auch wieder auszahlen."

Doch das ist im eher unruhigen Berliner Umfeld leichter als getan.

"Richtiges System nicht erkannt"

Bei SPORT1.fm ging Maik Franz mit Mannschaft und Trainer hart ins Gericht.

"Die Körpersprache war gar nicht vorhanden, jeder ist nur über den Platz getrottet", rüffelte der ehemalige Hertha-Profi die Spieler.

Auch Trainer Jos Luhukay bekam sein Fett weg. "Ein richtiges System habe ich nicht erkannt. Das war mehr oder weniger alles nach dem Zufallsprinzip. Das ist sehr ernüchternd. Vor allem bei einem Verein, dessen Kader so zusammengestellt ist, wie der Trainer das wollte", sagte der 33-Jährige.

Franz, der von Luhukay ausgemustert worden war, sprach von einer "rabenschwarzen Woche". Mit Blick auf die kommenden Aufgaben in Köln, gegen den FC Bayern, in Mönchengladbach sowie gegen Dortmund werde einem "angst und bange".

Zeitpunkt "ziemlich scheiße"

Nach dem Rückstand durch Jimmy Briand (44.) war die Verunsicherung bei den Hertha-Profis spürbar.

Der Zeitpunkt des Gegentores sei "ziemlich scheiße" gewesen, befand Abwehrspieler John Heitinga in drastischen Worten.

Die Berliner erholten sich davon nicht mehr. Hiroshi Kiyotake (76.) sorgte für die Entscheidung.

Kiyotake macht alles klar - so klang sein Tor bei SPORT1.fm:

Vor ungemütlicher Zukunft

Mit nur elf Punkten aus elf Spielen taumelt die Hertha immer mehr Richtung Abstiegszone.

"Wir müssen nun gemeinsam kämpfen", fordert Heitinga und glaubt an die Wende: "Wir haben auf jeden Fall genug Qualität in der Mannschaft, um erfolgreich zu sein."

Die müssen die Berliner aber auch endlich wieder abrufen.

Franz prophezeit für die nahe Zukunft auf jeden Fall: "Es wird sehr ungemütlich - für alle."

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