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SPORT1-Experte Thomas Helmer spricht in seiner Kolumne über den Schalker Abwärtstrend unter Roberto Di Matteo und Sorgen des VfB.

Hallo Fußball-Freunde,

auch dieses Bundesligawochenende liefert reichlich Gesprächsstoff. Der FC Schalke 04 verliert 0:3 beim SC Freiburg (Bericht) und spielt ähnlich schlecht wie zuvor in der Champions League.

Nach der Niederlage gegen Sporting Lissabon (Bericht) haben alle eigentlich mit einer Trotzreaktion gerechnet. Das war aber nicht der Fall. Der Sportclub ist sicher nicht einfach zu spielen, aber der Sieg der Freiburger war letzten Endes hochverdient.

Es heißt, dass Roberto Di Matteo ein Defensivkünstler sei. Wenn er aber diese vermeintliche Stärke nicht mal mehr hinbekommt, wird es eng.

Sieben Gegentore gab's in den vergangenen zwei Partien. Sein Vorgänger, Jens Keller, hat zumindest die Spiele gewonnen, in denen er unter Druck stand.

Nicht einmal das schafft Di Matteo aktuell. Ich sehe überhaupt keine Weiterentwicklung bei der Mannschaft. Und dann tritt Kapitän und Weltmeister Benedikt Höwedes gegen Keller nach, spricht von körperlichen Defiziten in der Mannschaft.

Mein Eindruck ist ja, dass ihm das von oben gesagt wurde. Zum Beispiel von Sportdirektor Horst Heldt. Seine Aussagen sind auf jeden Fall alarmierend.

Es ist nicht der einzige Krisenherd. Es hat uns alle überrascht, dass Kevin-Prince Boateng im Breisgau wieder auf der Bank Platz nehmen musste. Er wurde doch erst gerade wieder von Heldt zum Führungsspieler erklärt. Das ist schon sehr kurios. Es sieht so aus, als werde er gerade geopfert.

Das kann sich Königsblau aber gar nicht leisten. Vielleicht ist er aber auch einfach nur nicht fit. Das würde zumindest mit Höwedes' Aussagen zusammenpassen.

Nicht nur Schalke hat zu kämpfen. Auch beim VfB Stuttgart ist die Krise zurück - mal wieder. Wenn man so viele Gegentore bekommt, immerhin schon elf nach Standardsituationen, ist das schon alarmierend. Die Schwaben stecken im Tabellenkeller fest (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Das komplette Defensivverhalten der Mannschaft stimmt einfach nicht. Es bleibt viel Arbeit für Chefcoach Armin Veh - wie für die gesamte Liga.

Die Überbayern von Pep Guardiola enteilen dem Rest der Bundesliga in rasantem Tempo. Es sollte die Herausforderung für alle sein, das zu ändern, den FC Bayern endlich mal wieder zu besiegen.

Es ist toll wie die Münchner spielen, aber es muss der Anspruch der anderen sein, das zu ändern. Ansonsten wird's doch arg einseitig.

Bis zum nächsten Mal, Euer Thomas Helmer

Ex-Nationalspieler Thomas Helmer tritt als Experte im Volkswagen Doppelpass auf und wechselt sich bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Mario Basler und Thomas Strunz ab.

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