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Dortmund verspielt in Paderborn eine klare Führung. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 12. Spieltags

Paderborn - Borussia Dortmund kommt in der Bundesliga nicht in Tritt. Trotz klarer Führung gibt der BVB beim SCP Punkte ab und verliert Reus.

Vizemeister Borussia Dortmund bleibt auch nach dem zwölften Spieltag im Tabellenkeller der Bundesliga.

Im Westfalen-Derby verspielte der BVB gegen seine "Filiale" SC Paderborn eine 2:0-Halbzeitführung und musste sich letztlich mit dem enttäuschenden 2:2 zufrieden geben. Zudem zittert die Borussia um Nationalspieler Marco Reus, der offenbar schwerer verletzt ausgewechselt wurde.

Die erste Diagnose vom Mannschaftsarzt ließ nichts Gutes erahnen. Laut Sportdirektor Michael Zorc besteht der Verdacht auf einen Außenbandriss. Auch die Syndesmose soll in Mitleidenschaft gezogen sein.

Vor der WM in Brasilien war Reus mit einem Syndesmoseriss im linken Sprunggelenk wochenlang ausgefallen.

"Dass Marco Reus jetzt wieder ausfallen könnte, ist schwerer zu verarbeiten als das Unentschieden", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp bei "Sky"

Vier Ex-Dortmunder in Paderborns Elf

Der Überraschungs-Aufsteiger Paderborn, der mit vier Ex-Dortmundern in der Startelf angetreten war, liegt durch das Remis weiter vor der Borussia.

Pierre-Emerick Aubameyang (12.) und Reus (45.+1) trafen für den BVB, der gegen den zunächst ungewohnt ängstlich auftretenden SCP lange keine Probleme hatte, das Spiel nach dem Anschlusstreffer von Lukas Rupp (60.) aber aus der Hand gab. Mahir Saglik (81.) traf zum 2:2.

Paderborns Trainer Andre Breitenreiter wartete gegenüber der 0:3-Niederlage beim FC Augsburg mit gleich fünf Änderungen in der Startelf auf. Vor allem die Hereinnahmen von Rafael Lopez, Florian Hartherz und Idir Ouali überraschten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Lopez gibt Debüt

An den ersten elf Spieltagen waren die drei Profis zusammen auf nur 108 Minuten Einsatzzeit gekommen. Für den spanischen Neuzugang Lopez war es sogar das Bundesligadebüt.

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Bei Dortmund musste Coach Jürgen Klopp den verletzten und ohnehin gesperrten Sokratis sowie kurzfristig auch Sven Bender (Hüftprellung) ersetzen, Matthias Ginter und Ilkay Gündogan rückten in die Mannschaft.

Aubameyang erste Chance zur Führung

Erwartungsgemäß bestimmte der BVB die Anfangsphase vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Paderborner Arena.

Die Gastgeber standen dicht gestaffelt, überließen Dortmund bereitwillig den Ball und warteten auf Fehler. Nach einer ersten Chance von Reus (3.) war es allerdings der Vizemeister, der eine Unaufmerksamkeit auf der rechten Abwehrseite des SCP nutzte - Aubameyang drückte die präzise Flanke von Erik Durm über die Linie.

Auf der Gegenseite hätte der zum Stürmer umfunktionierte Flügelflitzer Süleyman Koc fast einen Ballverlust von Reus genutzt, scheiterte alleine vor BVB-Keeper Roman Weidenfeller (19.).

Dortmund bleibt dominant

Davon abgesehen blieben aber vor allem die Dortmunder gefährlich, die zielsicher die Lücken in der Paderborner Abwehr aufdeckten. Nach Pass von Reus schob Aubameyang den Ball am langen Pfosten vorbei (25.).

Trotz des Rückstands blieb der SCP bei seiner defensiven Grundeinstellung, bot aber zu viele Freiräume. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Kapitän und Ex-Borusse Uwe Hünemeier destabilisierte die Abwehr weiter, sodass Reus kurz vor dem Pausenpfiff einen klugen Pass von Aubameyang zum zweiten Treffer nutzte.

Auch nach der Pause waren es vor allem die beiden Torschützen, die als beste Dortmunder für Konfusion in der Abwehr der Gastgeber sorgten.

Bakalorz tritt Reus vom Feld

Der Gabuner Aubameyang scheiterte an Torwart Lukas Kruse (56.). Ansonsten fiel den Gästen aber nicht mehr viel ein, vor allem über die rechte Seite gegen den guten Linksverteidiger Hartherz kam kaum ein Angriff zustande. Rupp bestrafte die zuehmende Lethargie mit dem Anschlusstreffer, Saglik mit dem Ausgleich.

Das Spiel war jetzt von zunehmender Hektik geprägt, die in der Verletzung von Reus gipfelte. Das Foul des Ex-Dortmunder Marvin Bakalorz sorgte sowohl bei Klopp als auch bei Breitenreiter am Spielfeld für Ärger.

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