vergrößernverkleinern
Mario Götze jagt seinen persönlichen Rekord von zehn Treffern in einer Bundesliga-Saison. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 12. Spieltags
Mario Götze jagt seinen persönlichen Rekord von zehn Treffern in einer Bundesliga-Saison

München - Der Ausfall des Münchenr Kapitäns ist nicht zu spüren gegen Hoffenheim. Auch, weil in der Offensive fast jeder mal darf.

Vom FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel, Jonas Austermann und Christian Ortlepp

Trotz des Ausfalls von Kapitän Philipp Lahm setzt der FC Bayern seinen Siegeszug in der Bundesliga fort und bleibt nach dem 4:0 über 1899 Hoffenheim souverän Tabellenführer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Allerdings holperte es zu Beginn der ersten Halbzeit etwas, ehe Mario Götze mit einem Kracher aus 23 Metern sein Team in Führung brachte (23.). Robert Lewandowski erhöhte noch vor der Pause (40.). Arjen Robben und Sebastian Rode legten schließlich zum 3:0 (82.) und 4:0 (86.) nach.

Durch die Wolfsburger Niederlage auf Schalke haben die Münchner nun sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Perfekt machte den Tag aus Bayern-Sicht, dass Bastian Schweinsteiger nach mehr als viermonatiger Pflichtspielpause sein Comeback feierte. Dabei bereitete der Weltmeister sogar elegant den Treffer von Sebastian Rode vor.

Die Bayern gehen so mit reichlich Selbstvertrauen ins nächste Champions-League-Spiel am Dienstag bei Manchester City. Sie sind als Gruppenerster bereits fürs Achtelfinale qualifiziert.

Die Hoffenheimer müssen derweil in den nächste Spielen auf Adam Szalai verzichten, der in Schlussphase (89.) Rot nach üblem Foul an Dante sah.

 Guardiola entscheidet sich für Offensivvariante

FCB-Kapitän Lahm hatte sich im Training einen Sprunggelenksbruch zugezogen, wird bis zu drei Monate ausfallen. Pep Guardiola entschied sich dafür, im defensiven Mittelfeld alleine mit Xabi Alonso zu agieren, davor spielten in Arjen Robben, Mario Götze, Thomas Müller, Franck Ribery und Robert Lewandowski gleich fünf Offensivkräfte.

Nur "nicht nach Ausreden suchen", das hatte der Bayern-Coach vor der Partie gefordert.

Bayern mit einigen Fehlpässen

Doch ohne Lahm wirkten die Münchner in der Anfangsphase gegen den Tabellenfünften nicht so ballsicher wie sonst. Unter anderem unterlief Juan Bernat ein ungewöhnlicher Schnitzer. Hoffenheim kam so in der Anfangsphase zu vielversprechenden Gegenstößen, doch Anthony Modeste vergab per Kopf frei vor Manuel Neuer (9.).

Der Keeper war ebenso wie Götze und Jerome Boateng nach Blessuren in der Länderspielpause rechtzeitig fit geworden für das Match vor 71.000 Zuschauern.

Götze erzielt Traumtor

Nach und nach wurden die Münchner in der Offensive zielstrebiger, Götze erspähte die Lücke und traf mit einem präzisen Fernschuss in den Winkel (23.). Es war das siebte Saisontor des Ex-Dortmunders.

Die Münchner steuerten jetzt auf ihr 18. Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage zu. Rafinha schaltete sich dabei häufig ins Mittelfeldspiel ein, bei Ballbesitz agierten die Bayern so mit Dreierkette. Und vor allem Lewandowski war dabei ein ständiger Gefahrenherd.

Lewandowski sehr aktiv

So leitete der Pole sein Tor selbst ein, als er den Ball schön auf Müller weiterleitete. Der sah im Strafraum Arjen Robben, der wiederum Lewandowski auf den Kopf servierte (39.)

Mit der 2:0-Führung gingen die Münchner in die Pause, die Hoffenheimer mussten ihre dritte Pleite in Serie fürchten. Trotz einiger guter Szenen, etwa von Nationalspieler Sebastian Rudy, vermochte das Team von Markus Gisdol den Rekordmeister nicht ernsthaft zu gefährden.

Guardiola schickte jetzt in der 52. Minute Schweinsteiger zum Aufwärmen, nach seiner Patellasehnenentzündung hoffte der Weltmeister aufs Comeback.

Süle aufmerksam gegen Ribery

Von der Auslinie sah er zuvor noch, wie Franck Ribery nach einem Zweikampf mit Niklas Süle im Strafraum Elfmeter forderte (52.). Schiedsrichter Peter Gagelmann bewertete die Szene aber richtigerweise anders und zwar als zulässige Grätsche.

Inzwischen kam Sebastian Rode für Thomas Müller ins Spiel (59.), die Münchner dominierten weiterhin, nahmen allerdings das Tempo etwas raus. Hoffenheim hatte indes durch Adam Szalai die hundertprozentige Chancen auf den Anschlusstreffer, der Ungarn vergab aber kläglich (74.).

Unter dem frenetischen Jubel des Bayern-Anhangs wechselte Guardiola in der 76. Minute dann Schweinsteiger ein, der feierte, wie von SPORT1 schon Mitte Oktober prognostiziert, gegen Hoffenheim sein Comeback.

Robben setzte derweil scheinbar den Schlusspunkt der Partie, als er Torwart Oliver Baumann zum 3:0 überlupfte (82.). Doch Schweinsteiger hatte noch nicht genug, bediente klasse Rode, der das 4:0 erzielte (86.).

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel