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Kasper Hjulmand (l.) und Christian Streich hatten sich viel zu erzählen. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 12. Spieltags

Das Unentschieden zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem SC Freiburg hinterlässt zufriedene Gesichter auf beiden Seiten.

Mainz - Den angebotenen Handschlag seines Kollegen Kasper Hjulmand schlug Christian Streich aus.

Der Coach des SC Freiburg hielt eine Umarmung für angemessener. ()

Gemeinsam schlenderten die Übungsleiter im Anschluss an das 2:2 (1:1) zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und den Breisgauern über den Platz - und waren sich am Ende ihrer Fachsimpelei einig.

Die Punkteteilung ging in Ordnung. Das Remis tut niemandem weh - und die Serien hielten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Streich zeigt sich zufrieden

"Es ist natürlich ein bisschen schade, dass wir am Ende nicht gewonnen haben. Aber das Unentschieden für Mainz ist aus meiner Sicht verdient", sagte der entspannt wirkende Streich, dessen Enttäuschung sich trotz des späten Ausgleichs durch das erste Bundesliga-Tor von Stefan Bell (88.) in Grenzen hielt.

"Wir sind einigermaßen zufrieden, auch wenn wir 2:1 geführt haben."

Die Zufriedenheit kam nicht von ungefähr. Schließlich haben die Freiburger nach zuletzt drei Siegen auch das vierte Pflichtspiel in Folge nicht verloren.

"Müssen uns keine Sorgen machen"

Dass der Sport-Club, der nach schwachem Saisonstart mittlerweile zwölf Punkte auf dem Konto hat, weiter auf den ersten Erfolg in der Eliteklasse bei den Rheinhessen warten müssen und seit mittlerweile acht Partien gegen den FSV ohne Sieg ist, interessierte niemanden.

"Der blöde Treffer am Ende ist natürlich bitter. Aber wenn man das Ganze mit ein wenig Abstand und ohne Emotionen sieht, geht der Punkt in Ordnung", sagte Kapitän Oliver Sorg.

Und Klubchef Fritz Keller ging nach der Begegnung vor 28.157 Zuschauern sogar noch einen Schritt weiter.

"Die Mannschaft stabilisiert sich immer mehr. Wenn wir so weiterspielen, müssen wir uns keine Sorgen um den Klassenerhalt machen", sagte der SC-Präsident, der sich über die Treffer von Jonathan Schmid (30.) und Admir Mehmedi (58.) freute.

Ein Zähler für die Moral

Nicht ganz so groß war die Freude beim FSV - trotz des späten Ausgleichs.

"Wir geben die Tore zu einfach her. Und nach vorne fehlt uns der Zug", meckerte Torwart Loris Karius.

Der Frust des Keepers war verständlich. Schließlich vergaben die Mainzer (16 Punkte) nach der Führung durch Junior Diaz (27.) gute Chancen auf den zweiten Treffer.

"Am Ende können wir dann froh sein, dass wir einen Punkt hierbehalten haben", sagte Präsident Harald Strutz.

Auch Hjulmand freute sich über den Zähler. "Den Punkt können wir gut brauchen - der ist gut für die Moral", sagte der Däne.

Mainzer Durststrecke hält an

Durch das Remis sind die Rheinhessen nun zwar schon seit vier Partien ohne Sieg, in den zurückliegenden beiden Spielen ging man aber immerhin mit einem Unentschieden vom Platz.

Dass beide Treffer gegen Freiburg von Verteidigern erzielt wurden, störte Bell deshalb auch nicht weiter.

"Die Stürmer helfen uns so viel in der Defensive", sagte der Torschütze: "Da können wir ihnen doch auch mal helfen."

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